SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für 'Kinder - und Jugendliteratur' Kategorie


Philippe Claudel - Der Junge, der in den Büchern verschwand

Verfasst von Esther am Januar 18

… und andere Geschichten erzählt Philippe Claudel in seinem neuen Buch und überrascht mit völlig neuen Tönen.

Denn bei dem neuen Buch handelt es sich doch, nach dem ersten Überfliegen, augenscheinlich um ein Kinderbuch?
Und in der Tat: Die Ideen für seine Romane kommen Claudel meistens beim Erzählen von Gute-Nacht-Geschichten für seine neunjährige Tochter, ebenso die Ideen für die Kurzgeschichten in Der Junge, der in den Büchern verschwand.
Viele kleine Erzählungen, Märchen, Fabeln und Anekdoten hat Claudel zusammengetragen. Wundervolle und wundersame Geschichten kann man in seinem Buch lesen:
In Die Welt ohne Kinder, übrigens die Titelgeschichte im französischen Original, schildert er eine Art Generalstreik, eine Auswanderung aller Kinder auf der Erde und die traurige, öde Welt, die sie zurücklassen.
Ein wenig der Unendlichen Geschichte begegnet dem Leser in der Titelgeschichte, Lucas hat ein liebloses, brutales Elternhaus, dem er nur entkommen kann in dem er sich - auch physisch - in Bücher flüchtet. Fast brutal wird es in Der Eintopf, märchenhaft in Feen haben es schwer. Die Impfung fordert den Leser auf an seine Träume zu glauben.
Besonders hervorzuheben und die für mich schönste Erzählung ist Das kleine Mädchen in der Seifenblase. Eine poetische, klangvolle, ein wenig traurige Parabel, die anrührt.
Jeder kleine Teil des Buchs ist ein Unikat, etwas Besonderes. Mit einem Maximum von 10 Seiten pro Geschichte, sind diese sicher schnell gelesen, mit ihrer Weisheit und Sensibilität vermögen sie aber noch lange zu beschäftigen.
Einiges habe ich meinen Kindern vorgelesen, die sehr begeistert immer noch mehr hören wollten. Vieles regt Kinder zum Fragen an, einiges ist auch einfach herrlich frech und albern. Aber immer werden die Geschichten mit viel, scheinbar unerschöpflicher, Fantasie erzählt.

Und doch: Der Junge, der in den Büchern verschwand ist ein Buch für Erwachsene. Es lässt den gestressten, hektisch durch sein Leben hetzenden Menschen für einige Momente inne halten, sich zurücklehnen und, in seine Kindheit zurückversetzt, einfach einmal schönen Gedanken nachgehen und träumen.

Meine Bewertung:

Originaltitel: Le monde sans les enfants
 ISBN: 3463405253
 Übersetzt von Christiane Seiler
 Kindler Verlag
 Januar 2008 - gebunden - 92 Seiten

Veröffentlicht in Belletristik allgemein, Kinder - und Jugendliteratur, Meine frankophonen Freunde, Rezensionen | Keine Kommentare »

Natascha - Seelenficker

Verfasst von Esther am September 23

Seelenficker ist, laut Angaben der Verleger, das authentische Tagebuch eines jungen Mädchens vom Babystrich.
Diese Thematik ist in der Tat eine der schlimmsten, die man sich vorstellen kann. Ein vom Stiefvater missbrauchtes Kind, das drogensüchtig wird und sein Geld fortan mit weiterem, täglich mehrfachem Missbrauch von perversen Freiern verdienen muss. Natürlich ist dies ein solch sensibles Thema, dass es schwer fällt über dieses Buch, eben nur als Buch zu urteilen. Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Kinder - und Jugendliteratur, Reportage/Essay, Rezensionen | Getaggt: , , , | 26 Kommentare »

Roald Dahl - Charlie und die Schokoladenfabrik

Verfasst von Esther am Juni 3

Kurzbeschreibung:

Traurig ist die Kindheit von Charly Bucket, nur zum Geburtstag können ihm seine Eltern einmal im Jahr eine Tafel der wundervollen Wonka-Schokolade schenken. Willy Wonkas Schokoladenfabrik liegt gleich nebenan und ist sagenumwoben: Aus Angst vor Spionage wurden schon vor Jahren alle Arbeiter entlassen, und doch produziert die Firma weiter die köstlichsten und ausgefallensten Süßigkeiten der Welt. Was hinter den Fabrikmauern geschieht, sollen fünf Kinder erfahren, die eine der begehrten goldenen Eintrittskarten in den Schokoladenpackungen gefunden haben. Mit Spannung kann man verfolgen, wie Charly es schafft, doch zu diesen fünf Glücklichen zu gehören, und was es in Willy Wonkas verrücktem Schokoladenreich alles zu bestaunen und zu entdecken gibt - von Schokoladenwasserfällen bis zu den seltsam-lustigen Umpa-Lumpas. Ein wundervolles Schokoladenmärchen.

Meine Meinung:

Eigentlich ist meine ganze Familie völlig hin und weg von diesem Buch. Die Geschichte von Charlie ist anrührend, lehrreich, manchmal fast zu moralisch, aber einfach märchenhaft schön.
Lustig und amüsant ist es natürlich auch, einfach unvergleichlich phantasievoll. Ich möchte noch stundenlang schwärmen, aber ich möchte den erhabenen Leser dieser Rezension nicht überstrapazieren. Man muss es halt einfach selbst gelesen haben… …also lass uns doch ein Wonka - Täfelchen knabbern….

Tante Edit: Übrigens auch den Film mit Johnny Depp sehr zu empfehlen und ein Hit bei den Kids! ( besonders der Soundtrack )

Meine Bewertung:

ISBN: 3499212110
Illustriert von Quentin Blake
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Dezember 2002 - kartoniert - 159 Seiten

Originaltitel : Charlie and the chocolate factory
‘rororo Rotfuchs’.

Veröffentlicht in Kinder - und Jugendliteratur, Rezensionen | Keine Kommentare »