SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für 'Biographisches' Kategorie


Lisa Moos - Das erste Mal und immer wieder

Verfasst von Esther am Juni 29

Erstmal zu Ende gähnen….

… muss ich eben gerade noch, bevor ich mich an die Rezension dieser ermüdenden Autobiographie wage.

Erstmal zum Inhalt:

In “Das erste Mal und immer wieder” erzählt Lisa Moos intim, offen und detailliert von ihren Erfahrungen als Prostituierte: von Leidenschaft, Hemmungslosigkeit, sexuellen Obsessionen und Schattenseiten des Gewerbes - und warum sie die Hoffnung auf die große Liebe niemals aufgegeben hat.”Es ist ein medialer Tabubruch: Die ehemalige Prostituierte Lisa Moos spricht offen und detailliert über die Welt der käuflichen Liebe. Es ist ein schonungsloser Bericht über Gewalt, Liebe, Sex und eine Bestandsaufnahme der Situation der Huren in Deutschland.

Es freut mich sehr für Lisa Moos, dass sie sich ihre Sorgen, Ängste und Traumata ihrer Vergangenheit von der Seele schreiben durfte und damit auch noch Kohle verdient hat. Allerdings war es zum Lesen der reinste Horror an Langeweile. Die Geschichte von Frau Moos hat mir nichts enthüllt und mir keine imaginären Schleier der Verblendung von den Augen gerissen, sie war eben einfach eine Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen und einer nervigen Erzählerin (sie war mir einfach unsympathisch). Beim Lesen hab ich mich gefühlt wie bei Oma Erna bei Kaffee und Kuchen, die mir Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg zum Besten gibt. Ja, ganz nett, aber man ist eben doch dann auch froh, wenn man wieder zuhause ist und seine Ruhe hat.

Gestört haben mich auch ein paar Dinge, die mir sehr unrealistisch, oder ersponnen erschienen. Besonders Lisa Moos SM - Anwandlungen und ihr Umgang mit den Kindern -scheußlich!!!

Nun ja, insgesamt ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss.

Meine Bewertung:

ISBN: 3442154227
Goldmann Wilhelm
Januar 2007
kartoniert
272 Seiten
Autobiografische Schilderung einer Prostituierten.
Originaltitel: Das erste Mal und immer wieder. 

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Dave Pelzer - Sie nannten mich “Es”

Verfasst von Esther am März 31

Alptraum Kindheit

Dave Pelzers autobiographisches Buch befasst sich mit den Erinnerungen des Autors an seine Kindheit. Diese wird beherrscht von dem absolutem Horror.
Dave ist einer von drei Söhnen der Bilderbuchfamilie Pelzer. Seine Eltern liebt er abgöttisch, das Glück ist perfekt. Dann allerdings ändern sich die Umstände rigoros. Aus der Bilderbuchfamilie wird der fleischgewordene Kinderalptraum. Die Schilderungen lassen den Leser fassungslos zurück, schlimmer geht es wirklich nicht mehr. Seine Mutter hasst ihn. Er wird zum Sklaven der Familie, mit Gaskammerspielchen gefoltert, muss Spülmittel schlucken und stundenlang in der eiskalten Badewanne liegen.

Natürlich hat Pelzer mit einer solchen Vergangenheit das Mitgefühl und die Sympathien voll auf seiner Seite. Wie könnte es auch anders sein. Auch ich war fassungslos. Oft habe ich gedacht, es ist einfach zu viel, dass das nicht mehr wirklich real sein sein. Wie kann eine verätzte Lunge, verätzte Zunge, ständig wieder blutende, eiternde Stichwunden, von der Schule unbemerkt bleiben ? Schwer zu glauben, aber theoretisch durchaus denkbar.

Leider kann man das Buch an sich, trotz allem Mitgefühl, dann allerdings doch nur als mittelmäßig bewerten. Es fehlt einfach zu viel.
Der Hintergrund der Misshandlungen wird in keiner Form erwähnt, er bleibt komplett im dunkeln. So hat man zwei Kapitel lang die Beschreibung einer Bilderbuchfamilie, im dritten Kapitel kommentarlos dann die Horrorfamilie. Was ist geschehen? Warum trinken beide pötzlich? Warum hasst die Mutter plötzlich ihren Sohn Dave ? Warum nicht die anderen Kinder? Warum wird niemand auf ein stinkendes, verlottertes, verletztes Kind aufmerksam? Diese Fragen hätten unbedingt behandelt werden müssen! So bleibt am Ende nur Unverständnis und Unglaube. Statt Fakten gibt es dann ein pathetisches Ende und ein Nachwort, das eine Lobeshymne auf Amerika und die Air Force ist. Scheinbar hat Pelzer den Krieg zuhause nur gegen Desert Storm im Irak-Krieg ausgetauscht. Was solls, ist ja für das Gute an sich, sprich: Amerika ! Er behauptet weiter, dass nur in Amerika ein misshandeltes Kind die Chance hätte vom Verlierer zum Sieger (Bestsellerautor) aufzusteigen. Das kann man nun wirklich nicht so stehen lassen. Auch ist mir sein Mitgefühl für misshandelte Kinder im Nachwort zu sehr auf Amerika beschränkt. Als Patriot dient er auch heute noch seinem Land, jetzt in dem er amerikanischen Kindern hilft. Diese Denkungsart ist mir etwas befremdlich. Lobenswert ist dieser Wechsel von Desert Storm (wie viele Kinder mögen wohl dabei gestorben sein?) zum Helfer misshandelter Kinder natürlich alle mal.

Es war interessant und unglaublich zu lesen, wie eine Kindheit sein kann. Ohne Fundamente kann man jedoch kein Haus bauen. Zu viel schwebt in diesem Buch in der Luft und kann sich so nicht halten.

Meine Bewertung:

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ISBN: 3442150558
Übersetzt von Ulrike Ziegra
Goldmann Wilhelm
Mai       2000 - kartoniert - 158 Seiten
Der Mut eines Kindes zu überleben.
Goldmanns Taschenbücher

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Isabel Allende - Das Geisterhaus

Verfasst von Esther am Juli 18

Da schon zu genüge im Netz besprochen, hier nur eine Kurzrezension:

Klappentext:

Eine Familiensaga des 20. Jahrhunderts, in der die wechselhafte Geschichte des chilenischen Patriarchen Esteban Trueba und der Frauen seines Hauses erzählt wird.
Der Erfolg dieses Buches ist dem hinreißenden Erzähltemperament Isabel Allendes zu verdanken: Souverän, mit Phantasie und Witz, mit Zärtlichkeit und Ironie malt die Autorin das große, bunte Tableau einer Familie über vier Generationen hinweg.

Meine Meinung:

Ein Buch, das mich durch Himmel und Hölle geschickt hat.
Nach meinen anfänglichen Skrupeln hat “Das Geisterhaus” sich schließlich zu einem tollen Familienepos entwickelt. Die Geschichte der Familie Trueba mitzuverfolgen war sehr interessant und wie Isabel Allende diese Geschichte erzählt ist großartig. Besonders gefallen hat mir, das Allende viel Autobiographisches und Geschichtliches in die Geschichte eingeflochten hat, es macht den Roman sehr authentisch und ergreifend. Sie hat ja in der Tat - so weit ich bei Recherchen im Netz gelesen habe - die Frauen ihrer Familie als Vorlagen für ihre Figuren benutzt.
Die Personen im Roman sind also allesamt detailreich und lebendig beschrieben. Besonders Blanca hat es mir angetan, vielleicht weil ich mich selbst oft in der introvertierten, aber dennoch starken Frau wiederzuerkennen glaubte.

Eine “Schattenseite” gab es allerdings auch. Es ist ein stiller, anspruchsvoller Roman, wie ich finde. Er hatte schon auch einige Längen und kostete mich über einen Monat an Zeit, um ihn zu lesen. Also ein Buch, welches man in Ruhe genießen sollte. Leider habe ich derzeit einfach nicht die Zeit und Muse, um den Roman in vollem Umfang würdigen zu können. Ich werde ihn sicher zu gegebener Zeit gerne nochmals lesen!

Noch kurz ein Wort zu meiner Ausgabe: Ich kann bei Büchern klein und eng gedruckte, vollgestopfte Seiten überhaupt nicht leiden. Meine Ausgabe ist leider eine solche. Das hat mir das Lesevergnügen geschmälert.

Meine Bewertung:


Originaltitel: La casa de los espiritus
Taschenbuch, 503 Seiten
Verlag: Suhrkamp (1989)
ISBN-10: 3518381768

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Rebiya Kadeer - Die Himmelsstürmerin

Verfasst von Esther am Juli 15

Rebiya Kadeer - Die Himmelsstürmerin

Himmelssturm für die Menschenrechte

Eine einfache Frau kämpft aus Liebe zu ihrem Volk einen scheinbar aussichtslosen Kampf und wächst dabei weit über sich hinaus

Die freie Journalistin und Sachbuchautorin Alexandra Cavelius hat, zusammen mit der uigurischen Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer, deren eindrucksvolle Biographie “Die Himmelsstürmerin”, verfasst. Es ist der erstaunliche Werdegang einer Frau, die ihr Leben dem Kampf gegen die Unterdrückung durch die chinesische Diktatur gewidmet hat und die bis heute als Staatsfeindin Nr.1 in China gilt.

Wer ist Rebiya Kadeer?

Am 15. Juli 1948 wurde Rebiya in einfachen, ärmlichen Verhältnissen unter Goldsuchern im Gebirge von Altay in Ostturkestan (heutige sogenannte autonome Republik Xingjiang) geboren. Unter widrigen Umständen und viel zu früh geboren, aber doch stark mit dem festen Willen zu leben, steht für die Gott dankbaren Eltern schnell fest, dieses Kind gehöre nicht ihnen, sondern dem Volk. Und so wird es auch sein.
Besiedelt ist die Region in dieser Zeit von einer Vielzahl islamischer Turkvölkern, die friedlich miteinander koexistieren: Uiguren, Kasachen, Kirgisen, Dunganen…
Rebiya wächst zunächst in ihre traditionelle Rolle als Hausfrau und Mutter hinein, obgleich sie stets ein Mensch bleibt, der ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und auch keine Scheu vor dem Aussprechen unbequemer Wahrheiten hat. Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Folter, Mord sind zu dieser Zeit omnipräsent, sie prägen Rebiya zutiefst.
Immer deutlicher stellt sich heraus, so wie sie nie ihren Eltern gehörte, gehört sie auch nicht ihren Kindern und ihrem Ehemann.
“Ich will die Mutter des uigurischen Volkes sein, die Medizin für sein Leiden, das Taschentuch für seine Tränen, und der Schirm, der es vor dem Regen schützt.” sagt sie über sich selbst.
Schließlich wird die unbequeme Rebiya von ihrem Mann geschieden und dadurch von ihren Kindern getrennt . Aus ihrer finanziellen Not heraus gründet sie eine kleine Wäscherei. Sie entpuppt sich als findige Geschäftsfrau und hat von nun an nur noch ein Ziel: viel Geld zu machen, um erstens ihre Kinder zu sich holen zu können und zweitens Gelder für ihren Kampf gegen die chinesischen Unterdrücker zu sammeln.

Das erwirtschaftete Geld der Wäscherei investiert sie schlau in weitere Geschäfte und wird dadurch sehr reich. Durch das Gute, das sie mit diesem Geld bewirkt, wird sie eine Art Landesmutter für ihr Volk.
Sie wird sogar in den Volkskongress gewählt, merkt aber, dass sie dort nichts bewegen kann.

Die Unterdrückung der Uiguren

Es ist kaum zu glauben, mit welchen Fakten Rebiya Kadeer aufwartet. Angefangen mit der unerbittlichen Zwangsbesiedlung Xinjiangs durch Chinesen, der systematischen, schleichenden Ausrottung der Bevölkerung dieser Region durch Zwangsumsiedlungen, Verhaftungen (in Gefängnisse mit schlimmsten Haftbedingungen), Morden, das Schaffen sehr schlechter Lebensumstände für die Uiguren; des Weiteren das Beschneiden aller Freiheiten der Uiguren, die totale Kontrolle durch das kommunistische Regime, das Plündern aller Ressourcen der Region, Hungersnöte durch Misswirtschaft; bis hin zu Zwangsabtreibungen, sogar bis zum Geburtstermin, und auch das Töten von Neugeborenen.

Es ist eine unfassbare Ansammlung an Menschenrechtsverletzungen in China und durch China, die sie aufzeigen kann. Unglaublich, dass wir mit diesem Land so unbefangen wirtschaftlich zusammenarbeiten, obwohl diese Dinge ja durchaus bekannt sind. Viele Tatsachen, die man erfolgreich im Alltag verdrängt, werden durch “Die Himmelsstürmerin” schmerzlich bewusst und hinterlassen den Leser mit ohnmächtiger Wut.

Verhaftung und Befreiung von Rebiya Kadeer

1999 wurde Rebiya, nach einer flammenden Rede im Volkskongress, über das Unrecht der Regierung und der darauf folgenden Entziehung ihrer Ämter, endgültig inhaftiert. Die Hölle der Zeit im Gefängnis schildert Rebiya so hautnah, dass es wehtut.

Unermüdlich kämpft unterdessen Rebiyas Familie, ihr zweiter Ehemann Sidik und sechs der elf Kinder im amerikanischen Exil, für ihre Freilassung. Dadurch wurde ihre Geschichte auch in den westlichen Ländern bekannt. 2005 kommt sie frei.

Eine Biographie, die bewegt

Zusammenfassend kann man sagen, dass Rebiya Kadeer mit der Journalistin Alexandra Cavelius ein sehr bewegendes, aufklärendes Buch verfasst hat. Ihr Schicksal, ihr unermüdlicher, selbstloser Kampf für die Menschenrechte, für den sie auch zurecht für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, ist beeindruckend. “Die Himmelsstürmerin” hat das Leben dieser Frau großartig festgehalten und ihr ein Denkmal gesetzt. Ein Buch, das man nicht mehr vergessen wird.


ISBN: 3453120825
Heyne Verlag
Juni 2007 - gebunden - 415 Seiten
Chinas Staatsfeindin Nr. 1 erzählt aus ihrem Leben
16 - seitiger Bildteil

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Jeannette Walls - Schloss aus Glas

Verfasst von Esther am Juni 4

 

Zunächst kurz über die Autorin:

Jeannette Walls lebt und arbeitet als Journalistin in New York und Long Island. Sie schrieb Gesellschaftskolumnen für E! Channel und das New Yorker Magazin Intelligencer. Im Moment moderiert sie dreimal wöchentlich eine Live-Sendung im Morgenfernsehen bei MSNBC. Sie hatte eine sehr außergewöhnliche Kindheit über die sie 2005 die Autobiographie “Schloss aus Glas” veröffentlichte.

“Schloss aus Glass” von Jeannette Walls ist aber noch weit mehr als nur eine Autobiographie. Es ist das unglaubliche Zeugnis einer unfassbaren, seltsamen Kindheit in einer verrückten Familie.

Die kleine Jeannette wächst mit ihren 3 Geschwistern in den USA auf, in Armut und Verhältnissen, die für unser Verständnis schlimmer kaum sein könnte. In einer Familie für die man das Wort “Widerspruch” erfunden haben muss.

Die Mutter ist eine erfolglose Künstlerin, die recht wenig Lust auf Erziehung hat und die Kinder sich selbst überlässt, dies aber mit großem Erfindungsreichtum an Worten, als antiautoritär und naturverbunden oder harte Schule für das Leben, bezeichnet.
So ist die erste Erinnerung von Jeannette die, dass sie als Dreijährige stundenlang unbeaufsichtigt am Herd spielt, um Hotdogs zu kochen. Natürlich verbrennt sie sich extrem schlimm und muss ins Krankenhaus, aus dem sie schließlich gar nicht mehr raus will, nicht zurück in das Elend und die Armut!
Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil aus einem großen Fundus an schlimmen, aber auch wunderschönen Erinnerungen, die Jeannette Walls niedergeschrieben hat.
Liebt diese (Raben-) Mutter ihre Kinder überhaupt mag man sich fragen? Sie muss es tun, wenn Jeannette nach so langer Zeit und dem Schreiben ihrer Biographie, ihre Mutter immer noch liebevoll als an die Wahrheit und an die Kunst glaubend bezeichnet. Es ist unfassbar wie belastbar die Liebe zwischen Eltern und Kindern sein kann, wie groß sie sein kann, um rückblickend warme und schöne Erinnerungen zu hinterlassen, wo eigentlich Hunger und Armut und Demütigung vorherrschten.

Der Vater, ein Träumer und Alkoholiker und doch (oder gerade deswegen) von seinen, noch kleinen, Kindern idealisiert und glühend verehrt und geliebt, besonders von seinem Liebling Jeannette. Er schenkt ihr die Sterne, geht mit ihr nachts in der Wüste auf Dämonenjagd und verspricht ihr ein Schloss aus Glas zu bauen, in dem sie alle wohnen werden.

Die Familie zieht von Städtchen zu Städtchen, doch immer wieder verliert der Vater die Arbeit, die Schulden türmen sich auf und sie fliehen in Nacht-und-Nebelaktionen weiter. Immer den Versprechungen des Vaters vertrauend, nun in eine goldene Zukunft aufzubrechen. Die Familie hält trotz der widrigen Umstände fest zueinander. Doch je älter die Kinder werden, desto mehr blicken sie durch und desto schwerwiegender werden auch die innerfamiliären Krisen.

Eine der fesselndsten, ungewöhnlichsten Autobiographien, die ich je gelesen habe. Ein Buch das einen packt und nicht mehr los lässt. Die ganzen Geschehnisse, die für die Walls - Kinder so normal sind und einen den Atem rauben, erlebt man hautnah mit und fiebert mit den Kindern doch endlich den Absprung von dieser Familie zu schaffen, fühlt aber auch die Schmerzen eines Lebens, wenn der Abschied von dieser wirklich naht.

Fazit:

Ein ganz anrührendes Buch, ohne Bitterkeit, das einen oft zum Lachen bringt.

Meine Bewertung:



ISBN: 3453351355
Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Heyne Verlag
Juli 2006 - kartoniert - 384 Seiten
Originaltitel: The Glass Castle.
‘Heyne - Bücher Diana - Taschenbuch’.

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Astrid Lindgren - Das entschwundene Land

Verfasst von Esther am Juni 4

Astrid Lindgren, die wohl bekannteste Kinderbuchautorin der Welt erzählt über ihre eigene Kindheit. “Das entschwundene Land”, das einzige Buch das die schwedische Autorin je für Erwachsene geschrieben hat, ist ein Zeitzeugnis über Schweden zur Jahrhundertwende und eine sehr persönliche Bilanz ihrer Kindheit. Astrid Lindgren muss, ihren Schilderungen zufolge, eine wirklich einzigartig wundervolle Kindheit gehabt haben und die sei ihr auch vergönnt. Allerdings wie das eben mit den Kindheitserinnerungen eben oft so ist, sind auch die ihren sehr stark verklärt und idealisiert. Diese Einseitigkeit einer perfekten Kindheit hat mich ein wenig gestört. Mir fehlte ein wenig die andere Seite der Medaille. Das Buch hätte eindeutig weitere, tiefergehende Schilderungen benötigt um wirklich interessant zu sein. Erstaunlich war es natürlich zu lesen, wie die Ideen für ihre Bücher entstanden. Doch sind es leider nur Fragmente von Erinnerungen, Lebensweisheiten und gute Ratschläge zur Kindererziehung (wobei diese mir sehr gut gefallen haben, da ihr Aufruf an die Eltern mit den Kindern mehr zu lesen mir auch sehr am Herzen liegt), aber kein Roman der mich in das Innenleben der, von mir sehr verehrten, Autorin geführt hätte. Das hat mich doch enttäuscht.

Wer Bücher von Astrid Lindgren nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen.


Zur Autorin hier noch ein paar Infos:

Astrid Lindgren »die bekannteste Kinderbuchautorin der Welt« (Die Zeit), wurde 1907 auf Näs im schwedischen Småland geboren und starb im Januar 2002 in Stockholm. Viele ihrer Bücher wie ›Pippi Langstrumpf‹, die ›Karlsson‹-Bände, ›Die Kinder aus Bullerbü‹, ›Ferien auf Saltkrokan‹ oder ›Die Brüder Löwenherz‹, sind längst zu Klassikern der Kinderliteratur geworden. Für ihr Werk erhielt sie neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen auch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Internationalen Kinderbuchpreis, die Hans-Christian-Andersen-Medaille und mehrmals den Deutschen Jugendliteraturpreis. Am 6.11.2002 wurde ihr posthum der Internationale Buchpreis Corinne für ihr Gesamtwerk verliehen.

Meine Bewertung:


ISBN: 3423135565
Übersetzt von Anna-Liese Kornitzky
DTV Deutscher Taschenbuch
September 2006 - kartoniert - 125 Seiten
dtv - Taschenbücher
Empfohlen ab 12 Jahre.

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Catherine Hermary-Vieille - Romy

Verfasst von Esther am Juni 3

Catherine Hermary - Vieille hat hier eine Romy Schneider Biographie der besonderen Art verfasst. Neben den bekannten Fakten und Eckdaten ihres Lebens hat sie zu jeder Lebenssituation Romys versucht Hintergründe, Gefühle und Gedanken mit einzuflechten. Dies ist ihr auch recht gut gelungen. Diese prosaischen Teile haben mir auch sehr gut gefallen. Man bekommt einen guten Eindruck von Romys Leben.
Stellenweise war es mir nur ein wenig zu trocken. Ein paar Bilder hätten der Biographie nicht geschadet und eine Konzentration auf einige besondere Lebensabschnitte wäre besser gewesen, anstatt alle Stationen nur anzukratzen.
Alles in allem doch lesenswert.

Meine Bewertung:

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Marion von Schröder Verlag
Sprache: Französisch
ISBN-10: 2070380424

ISBN-13: 978-2070380428

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