Philippe Grimbert - Ein Geheimnis
Verfasst von Esther am April 21
(K)ein Geheimnis …
…, dass Phillippe Grimberts Roman einer besten Romane ist, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Buch ist das Portrait eines außergewöhnlichen Jungen, in einer schwierigen Zeit.
1948 in einer jüdischen Familie geboren muss er mit dem schrecklichen Erbe der Nazizeit leben lernen. Der Sohn zweier olympiareifer Athleten ist kränklich und schwach, er erhält kaum Zuwendung und Anerkennung, wird eher als Strafe und Prüfung, denn als Segen von seinen Eltern betrachtet. Der Junge sieht seine Eltern als geliebte Statuen, für ihn unerreichbar, hart, perfekt. So sehr er sich auch bemüht mit hervorragenden schulischen Leistungen zu brillieren, er kann seine Eltern nicht beeindrucken. Der Junge fühlt und ahnt, dass etwas in der Familie nicht stimmt und irgendwann lüftet sich auch das Geheimnis.
Die Autobiographie des Autors ist inhaltlich beeindruckend und spannend zu lesen. Die Personen sind lebhaft beschrieben, das Seelenleben des jungen Erzählers liegt offen vor einem. Es ist sehr kunstvoll, wie Grimbert Dinge ins Bewußtsein des Lesers bringt und dabei zu seinem eigenen Leben dennoch die notwendige Erzählerische Distanz einhält. Der Stil und die Form des Buchs sprechen mich sehr an, denn ich mag diesen fast lyrischen Aufbau, der ja in vielen kleinen französischen Novellen zu finden ist. Jeder Abschnitt ist für mich quasi wie ein eigenes Gedicht, sehr schön, wenn auch oft atmospärisch düster und beklemmend.
Am Ende war ich zwar in Tränen aufgelöst, aber hingerissen von diesem wertvollen Stück Literatur.
Daher keine Frage, dieses Buch verdient mindestens:
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ISBN: 3518459201 Übersetzt von Holger Fock, Sabine Müller Suhrkamp Verlag KG Februar 2008 - kartoniert - 154 Seiten Originaltitel: Un secret, 2004. Suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe
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Unterm Pont Mirabeau fließt die Seine
Zacharias ist John La Galites einziger in Deutschland veröffentlichter Roman. Warum eigentlich ?…
Viel Gutes hatte ich von ihm gehört, von Eric-Emmanuel Schmitt. Es schien mir also quasi eine Bildungslücke zu sein, noch nichts von dem Autor gelesen zu haben. Was soll ich sagen? Da ist was dran!
Klappentext (lasse ich, weil sehr treffend):
Mit Die letzte Liebe des Monsieur Armand hat Autorin Francoise Dorner in diesem Jahr in Deutschland ein kleines, amüsantes und philosophisches Buch, über die Aussöhnung eines alten Herren mit seinem Leben, veröffentlicht.
Inhalt:
Dann starb Flore… Ich entdeckte wie schmal der Grat zwischen Gnade und Leere ist. 
