SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für 'Ich lese gerade...' Kategorie


Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 6

Verfasst von Esther am März 31

Seite 600

Das Buch hat sich, wie ich es erwartet habe, um 180 Grad gedreht. Von der “langweiligen” Verwaltung der eroberten Gebiete im Kaukasus strafversetzt, steht der Offizier Aue nun in Stalingrad , lustiger Weise einiger vernünftiger Grundsätze und Überzeugungen wegen. Das Buch liest sich jetzt wie ein Krimi, jede Seite ist spannend und faszinierend, voller Bilder und inspirierender Gedanken und vor allem voller Horror. Spielt hier auch ein wenig Voyeurismus mit ? Das ist möglich. Ich sehe hin, verschlinge die grausamen Bilder und hoffe, dass sich mir der Sinn und Zweck solch eines Grauens endlich offenbart.
Ich gestehe auch, es hat mit am Anfang ein wenig Schadenfreude bereitet Aue in Stalingrader Kessel zu sehen. Allerdings hat sich das sehr schnell gegeben. Bislang war Aue oft weit entfernt vom Leser, ein fast langweiliger Intellektueller, ein höherer Beamter, ein Kopfmensch, zugegeben mit einigen dunklen Geheimnissen und einer zwielichtigen Vergangenheit. Nun sieht man ihn auf ein Minimum von Menschsein reduziert, seine Schale des Scheins platzt auf. In seinem Elend kommt man ihm näher und er wird greifbar. Aues Stalingrad erlebt man beim Lesen sehr nah, oft fast zu nah. Littell schont seine Leser nicht. Er zwingt sie quasi genau hinzusehen, es tut teilweise einfach nur noch weh.
Aues düstere Vergangenheit lichtet sich zusehends.
Littell, so viel kann ich jetzt schon sagen, ist ein absolut meisterhafter Autor.

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 5

Verfasst von Esther am März 21

Seite 400

Ich krieche durch die Wüste, ab und zu eine kleine Oase, aber im Großen und Ganzen öde. So meine letzten Eindrücke. Es ist einfach seeeehr trocken hier, aber ich krieche weiter. Die kleinen Highlights sind sehr lesenswert und halten mich immer noch bei der Stange. Ein solches Highlight ist die Geschichte des alten jüdischen Gelehrten Nahum ben Ibrahim. Ich will es jetzt nicht im Detail wiedergeben, aber die Geschichte ist wundervoll, voller Weisheit. Zwischen diesen wundervollen Stellen liegt allerdings, wie schon erwähnt, zu viel gelehrtes Gerede (ist ja wie gesagt an sich nicht uninteressant, aber im Kontext anstrengend) und zu viel militärisches Insiderwissen (wo um Gottes Willen hat der Mann diese ganzen Inside-SS-Informationen her??? Das muss eine Höllenrecherche gewesen sein! Hut ab, absolut authentisch! ). Das ist sehr langatmig zu lesen, man brauch volle Konzentration, also definitiv nichts zum Wegschmökern.

Ertappte mich übrigens immer öfter dabei draußen ältere Männer im Geist in SS-Männer umzuwandeln. Inzwischen sogar Jüngere! Wäre er damals einer geworden? Mein ehemaliger ARGE-Bearbeiter wäre auf jeden Fall dabei gewesen… ;)

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 4

Verfasst von Esther am März 14

Seite 350

Habe nach einer kurzen Pause nun weitergelesen und hatte gleich dann auch die erste Länge im Buch. Ich bin ja eher eine Freundin kurzer, präziser Aussagen und Littell verliert sich allzu gerne in ellenlangen Beschreibungen von Landschaft, Diensthierarchie, Gesprächen mit Kameraden, Treffen mit Einheimischen, Reisen etc. etc. Aber ich lasse mich von Littells trügerischer, einlullernder Ruhe nicht täuschen…
In dieser Länge nun war auch ein Gespräch, zwischen den beiden Intellektuellen Aue und seinem Vorgesetzten Voss, einem Sprachwissenschaftler in Friedenszeiten, in dem Voss ein 6-7 Seiten langes Referat über die russischen  Sprachen hält (eigentlich nicht in dem Sinne russisch, denn es sind ja tausende von Dialekten). Ich gestehe ich habe es überblättert! Wenn ich Sprachgeschichte studieren will geh ich lieber an die Uni, oder kauf mir ein Sachbuch, aber solch ein Exkurs in einem Roman ist ermüdend.
Ein Highlight wiederum ist ein Gespräch zwischen Ohlendorf und Aue in dem es um den Sinn und Zweck der Judenvernichtung geht. Beide sind gegen die sinnlose Ermordung von Juden, sehen in ihr keinen Sinn, obschon beide überzeugte Nationalsozialisten sind. Ohlendorf plädiert für eine Abschiebung der Juden in ein Reservat, wo diese in Frieden leben könnten - im Gespräch hierfür waren Madagaskar (der Plan scheiterte aber an den Engländern, die ihre Flotte hierfür nicht zur Verfügung stellen wollten) oder Sibirien. Allerdings sind die anfänglichen Überlegungen der Nazis die Juden umzusiedeln nicht nur an den Nazis selbst gescheitert, sondern niemand sonst wollte Millionen von Juden in seinem Territorium gerne haben. (Hier sieht man wieder sehr schön, wie weit der Begriff Schuld sich ausdehnen lässt, oder auch wie wenig greifbar er ist). In der Realität wird nicht jeder SS-Mann von diesen Aktionen der Vernichtung begeistert gewesen sein, auch wenn sie im Zweifelsfall dann doch mitgewirkt haben, davon bin ich überzeugt. Sie hielten es für notwendig um Saboteure im Vorhinein zu eliminieren und so vermeintlichen Schaden von der deutschen Armee abzuwenden. Sicher auch weil man es dem Fußvolk auch so verkauft hat.

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 3

Verfasst von Esther am März 10

gelesen bis Seite 250

… in Sachen Gerechtigkeit gibt es keine absolute Instanz, und jedes Volk definiert seine Wahrheit und seine Gerechtigkeit selbst. Doch wenn unsere Stärke jemals nachlassen, unsere Macht jemals schwinden sollte, dann müssten wir die Gerechtigkeit der anderen über uns ergehen lassen, so schrecklich sie auch sein mochte. Und auch das wäre nur gerecht.

Ich musste eine Pause einlegen. Mir wurde einfach nur noch schlecht. Ebenso plagen auch Offizier Max Aue inzwischen regelmäßig Kotzkrämpfe und er wundert sich ernsthaft woher diese denn stammen ? Eine lustige Frage, wenn man über tausende von Leichen in einem Massengrab läuft, Erschießungen und Erhängungen beiwohnt ? Es ist schon bezeichnend, wenn man da keine Zusammenhänge mehr sieht. Inzwischen experimentiert man mit effektiveren Methoden zur Massenvernichtung, als das erschießen. Ist ja auch eine ziemliche Sauerei und Zumutung sich täglich die Uniformen von Blut, Hirnstücken und menschlichen Ausscheidungen reinigen zu müssen. Es ist unglaublich wozu Menschen fähig sind, normale Menschen, Menschen die selber Familien zuhause haben…

Die Armee steht jetzt ihrem ersten russischen Winter bevor, auf den sie in keiner Weise vorbereitet ist. Auch die militärische Katastrophe nimmt also ihren Lauf.

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 2

Verfasst von Esther am März 7

gelesen bis Seite 200

Im Moment bin ich doch arg betroffen und geknickt. Gestern sind mir die Tränen beim Lesen einfach nur so gekullert. Schrecklich! Und wenn ich das jetzt noch mal so Revue passieren lasse, könnte ich gleich schon wieder heulen. Ich weiß auch nicht, ob ich das jetzt so wiedergeben kann.
Es geht um eine der kleinen Nebengeschichten. Was könnte es für eine Mutter von zwei Kinder schlimmeres geben als ermordete Kinder?
Die SS folgt der immer tiefer ins russische Land vorstoßenden Wehrmacht. Sie säubert die eroberten Gebiete von Juden, Bolschewiken, Zigeunern… Inzwischen wurde Befehl erlassen auch die Frauen und Kinder zu erschießen. Ich hatte keine rechte Ahnung, dass bei diesen Aktionen der SS bis zu 50 000 Menschen in Fließbandarbeit erschossen wurden und nach Sardinenpackungs - Prinzip ordentlich gestapelt in Massengräbern ihr Ende fanden. Allerdings sagen ja solche Zahlen ja auch nur dem Kopf etwas, den Emotionen dagegen recht wenig. Ein Einzelschicksal jedoch kann einen umhauen. Wie eben eine kleine Szene mit einem Mädchen, das mit ansehen muss wie seine Mutter erschossen in der Grube liegt und sich verzweifelt an Offizier Aue wendet. Mit dem Finger zeigt sie auf ihre Mutter und weint. Aue ist berührt, den Tränen nahe nimmt er sie in die Arme, gibt sie dem für die Erschiessungen zuständigen SS-Mann und bittet diesen sanft zu ihr zu sein. Sie wird erschossen. Das hat mich wirklich fertig gemacht, das Bild ging mir nicht aus dem Kopf, ich konnte kaum einschlafen.

Ich habe ein wenig Angst vor dem, was noch auf mich wartet.
Max Aue ist ein sonderbarer Charakter, er denkt, er erkennt und kann sich doch nicht von dem Unrecht abwenden. Warum nicht? Will er nur seine Karriere vorantreiben? Nein, er könnte einfach zurück nach Berlin fahren und eine nette Stelle dort antreten. An potenziellen Henkern mangelt es nicht in der SS.
Er möchte nach eigenen Aussagen seine Belastbarkeit und seine Grenzen erfahren. Wieviel kann er ertragen. Er beobachtet sich selbst, 24 Stunden, wie mit einer Kamera, die permanent auf ihn gerichtet ist.
Wir werden sehen, ob und wann der Mann an seine Grenzen gelangt.

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 1

Verfasst von Esther am März 6

Das wird wohl ein längeres Projekt. Ich werde mit Sicherheit während der Gesamtzeit der Lektüre Pausen einlegen müssen, um etwas anderes lesen. Daher meine Idee ein Lesetagebuch zum Buch zu führen.
Ich habe jetzt 150 Seiten gelesen.
Der Stoff ist einer der härtesten, die ich je gelesen habe, literarisch sehr anspruchsvoll und rein inhaltlich der blanke Wahnsinn.
Nach der Einführung, in der SS-Offizier Aue sich selbst vorstellt und man einen recht “normalen” (ja vielleicht manchmal fast sympathischen) Menschen kennenlernt, folgt eine genaue Beschreibung des Aufbaus des SS-Staats. Das ist streckenweise sehr anstrengend zu lesen, mit diesen ganzen Termini wie AOK, SD, OUN, Dulag etc. etc. muss man sich erstmal vertraut machen. Schließlich folgt der normale Alltag der SS. Hier gibt es allerlei Schlafraubendes: Erschießungen, Misshandlungen, das volle Programm. Das Schockierende ist allerdings bis dato für mich nicht die Vernichtung von Menschenleben an sich, sondern der Umgang der SS (und auch Wehrmacht) mit diesen Dingen. Dieses Beamtentum, diese Obrigkeitshörigkeit, die Systematik. Man ist mittendrin und total involviert, ein scheußliches Gefühl, aber auch sehr heilsam.

Ein böser Gedanke, der mir hierzu immer wieder kommt: Das Beamtentum , die Obrigkeitsverliebtheit und der Verwaltungsapparat in Deutschland haben sich wenig verändert. Sicher, es wird nicht mehr erschossen und systematisch vernichtet (weil es jetzt verboten ist), aber über Leichen gehen die auch heute noch, wenn es in den Vorschriften so geschrieben steht….

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Gedanken zu Székelys “Verlockung”

Verfasst von Esther am Februar 13

Zunächst einmal: Bis dato (habe gerade Halbzeit im Buch) kann ich sagen, dieses Buch ist herrausragend! Eine stilistisch einfach gehaltene Geschichte, aber mit berauschender Gedankenfülle und einmalig plastischen Bildern. Protagonist Bélas fatale Lebensumstände, die verheerende Armut, mahnen mich auf strengste an. So hadere ich denn schon seit Tagen (sicher nicht zum ersten Mal, aber sehr intensiv) mit dem Leben, das wir alle führen. Hadere mit dem Überfluss, dem Konsum, ja, der Dekadenz und vor allem mit der Selbstverständlichkeit des Reichtums in unserer Zeit, in unseren Gefilden. Mein Sohn schmeisst mit gelassener Selbstverständlichkeit den angebissenen Apfel in den Mülleimer, ich selbst leiste mir irgendwelche Unsinnigkeiten, die weder wärmen noch satt machen (und jammere oft noch, dass ich nicht noch dieses oder jenes kaufen kann). Im Radio und Fernsehen dudelt die Werbung ihr unbarmherziges Mantra: “Kauf! Kauf! Kauf!”.
Dann werden die Gedanken von meinem kleinen, meinem unbedeutenden, Leben angefangen, immer globaler. Ich betrachte die Müllberge, pestizitbenässte Gemüsefelder, gentechnische Mutationen, sehe die Berge an Fleisch, die wir verzehren. Fleisch zu dem wir keinen Bezug haben, das abstrakt und abgepackt im Supermarkt unserer Wahl auf uns wartet, ohne das wir uns die Finger schmutzig machen müssen. Die Ordnung der Natur gerät aus den Fugen, die Menschen verbreiten sich wie ein Geschwür auf dem Planeten.
(durchatmen)
Und dann gehen meine Gedanken zurück zu Béla, der halb ohnmächtig vor Hunger 12 Stunden arbeitet und acht Stunden zu Fuß für den Weg von und zur Arbeit täglich braucht. Der einen Freudentanz vollführt, als er endlich ein paar Schuhe an den Füßen hat. Und dann schäme ich mich.

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Banville ist eine Wohltat

Verfasst von Esther am Januar 28

Jawoll! Die Mittagsfrau habe ich erstmal, etwas entnervt, zur Seite gelegt. Besonders genervt war ich von der fehlenden Anzeige der direkten Rede. Das passt überhaupt nicht in diesen Roman und stört! Werde die Lektüre aber auf jeden Fall noch beenden. Vielleicht entdecke ich ja noch den Grund, warum man diesem Buch den Buchpreis verliehen hat.
In einer Leserunde im Buchkrümel lese ich nun erstmal Die See von John Banville. Und: Welch gute Entscheidung! Ein tolles Buch über das man ewig fabulieren könnte. Werde bald mehr darüber berichten.

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Es ruckelt, es stottert…

Verfasst von Esther am Januar 21

Ich bin mit ” Die Mittagsfrau” von Julia Franck nicht sehr glücklich. Ich habe fast die Befürchtung, dass das Buch nicht für mich ist. Es hat zwar eine sehr interessante Thematik, aber ich komme einfach nicht rein in die Geschichte. Alles wirkt leblos und blass. Der Erzählfluss ist kaum vorhanden, es ruckelt und stottert beim Lesen. Nein, das ist kein Vergnügen. Mal sehen wie es weitergeht….

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Back to the books…

Verfasst von Esther am Dezember 20

… muss ich doch jetzt langsam mal wieder kommen. Im ganzen Weihnachtsstress komme ich fast gar nicht zum Lesen. :(
Schade, wo ich sooo tolle Büchlein im Regal habe, die mich rufen. Margot Liveseys Buch “Der Ruf der Elstern” ist schon recht zauberhaft, aber auch sie
vermag es nicht mehr Zeit zu zaubern. Morgen kommt Besuch aus Berlin, über den ich mich sehr freue, aber lesen ist wohl auch nicht drin… Naja, ich setzte meine Hoffnungen auf das nächste Jahr…

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Walther von der Vogelweide wieder im Regal

Verfasst von Esther am November 27

Nachdem ich mich ewig herumgequält habe mit Viola Alvarez “Wer gab Dir Liebe die Gewalt”. Habe ich es nun genau nach der Hälfte wieder in den SuB geschickt. Ich wurde in keiner Form warm mit dem Buch. Die Mischung aus realer Person und Fiktion stimmt irgendwie nicht für mich. Ein völlig fiktiver Charakter wäre hier definitiv besser gewesen, da von Walther eh sehr wenig überliefert ist. Zu wenig, um ein Bild von ihm zu entwerfen. Viola Alvarez hat diese Aufgabe für mich ebenfalls nicht geschafft. Eine grosse Enttäuschung, denn ihr Roman “Das Herz des Königs” ist eines meiner Lieblingsbücher.

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Heute eingeflogen…

Verfasst von Esther am Oktober 11

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Suchtgeschichten

Verfasst von Esther am August 16


Jetzt also stecke ich wieder mitten drin, in den “Suchtgeschichten”.
Nein, keine Angst ich habe keinen Rückfall erlitten und mich zugedröhnt, sondern lese derzeit ein Buch mit selbigem Namen : Jörg Böckem - “Danach war alles anders” - Suchtgeschichten. Obwohl ich beim Lesen schon mal so kleine Flashbacks zu spüren glaubte… :mrgreen: Sehr ergreifende (Alltags-) Geschichten aus den Weiten des Drogenlandes. Böckem hat sie zusammengetragen und sehr authentisch festgehalten. Tja, das Buch ist ja schon ein kleines Stückchen Therapie… näheres in der Leserunde des Büchertreffs in dem ich als User “Schoenchen” zu finden bin, oder am Ende der Lektüre.

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Über Célines “Reise ans Ende der Nacht”

Verfasst von Esther am August 10

Von Anfang an hat mir dieses Buch besonders zugesagt. Liebe auf das erste Wort, es ist toll! Warum bitte habe ich es also nicht zu Ende gelesen? Nun, hier liegt der erste Fall in meiner Lesegeschichte vor, in der mir bewusst eine Übersetzung missfällt. Meine ist die von Isaak Grünberg. Es holpert, es wimmelt von merkwürdigen Redewendungen, die einfach nur Übersetzungsschwächen sein können und dazu noch viele Fehler im Satzbau und sogar massig Druckfehler. So macht mir dieses wunderbare Buch keine Freude. Ich setze daher auf die Neu- Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel und habe mir diese nun geordert. Ich bin schon sehr gespannt…

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