SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für 'Autorenportraits' Kategorie


Biographie Philippe Grimbert

Verfasst von Esther am Mai 2

Als Psychoanalytiker arbeitete Philippe Grimbert in öffentlichen Einrichtungen, mit psychotischen und autistischen Kindern, und auch im privaten Sektor. Er begeistert sich für Musik.

Er veröffentlichte drei Essays :
‘Psychanalyste de la chanson ‘ (1996, “Psychoanalyse des Chansons”),
‘Pas de fumée sans Freud’ (1999, “Kein Rauch ohne Freud”), und
‘Chantons sous la psy’ (2002,”Singen wir in der Psychoanalyse”).

Er ist ebenso Autor zweier Romane, ‘La Petite Robe de Paul ‘ (2001) und ‘Un secret ‘ (”Ein Geheimnis”, 2004). Letzterer enthüllt die Geheimnisse, die Grimberts eigene Eltern über seine Familie verborgen hatten. 2004 wurde er durch den “Prix Goncourt des lycéens” und 2005 durch den Preis der Leserinnen der Zeitschrift “Elle” ausgezeichnet. Claude Miller war inspirtiert durch diesen Roman von Philippe Grimbert und drehte im Jahre 2007 den Film ‘Un secret’ (”Ein Geheimnis”) mit Ludivine Sagnier , Patrick Bruel , Cécile de France und Julie Depardieu .

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Simone de Beauvoir zum 100. Geburtstag

Verfasst von Esther am Januar 9

Heute wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden. Am 9. Januar 1908 erblickte die Schriftstellerin, Philosophin und Feministin in Paris das Licht der Welt. Eine tolle Frau, die unter anderem Zeit ihres Lebens für die Rechte der Frauen gekämpft hat. 1986 ist Simone de Beauvoir verstorben. Eine Frau, ohne deren Leben und Wirken in der Welt sicherlich etwas fehlen würde. Ein interessantes Portrait findet man im Netz zum Beispiel HIER.

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Ergänzung Bibliographie Philippe Claudel

Verfasst von Esther am Oktober 25

  • Meuse l’oubli, Balland,Paris, 1999, deutsch: Flore, LVEE, 2007
  • Quelques-uns des cent regrets : roman, Balland, Paris, 1999
  • J’abandonne : roman,Balland, Paris, 2000 (deutsch: An meine Tochter, Kindler)
  • Le Café de l’Excelsior, Photographien von Jean-Michel Marchetti, La Dragonne, Nancy, 1999
  • Barrio Flores : petite chronique des oubliés : roman, Photographien von Jean-Michel Marchetti, La Dragonne, Nancy, 2000
  • Le Bruit des trousseaux, Stock, Paris, 2001
  • Pour Richard Bato récit, Aencrages et Co, 2001
  • Au revoir Monsieur Friant, roman, Phileas Fogg, 2001
  • Les Petites mécaniques : nouvelles, Mercure de France, Paris, 2002
  • Nos si proches Orients , récit, National Geographic, 2002
  • Carnets cubains, chronique, Librairies Initiales, 2002
  • La Mort dans le Paysage, nouvelle, Aencrages et Co 2002 avec une composition originale de Nicolas Matula
  • Mirhaela, nouvelle, Aencrages et Co 2002 avec des photographies de Richard Bato
  • Les Âmes grises, Stock, Paris, 2003, Prix Renaudot 2003, Verfilmung 2005 (deutsch: Die grauen Seelen)
  • Trois petites histoires de jouets, Virgile, « Suite de sites », Besançon, 2004
  • Trois nuits au Palais Farnèse, récit, (éd. Nicolas Chaudun, 2005)
  • Fictions intimes, récit, (Ffiligranes, 2005)
  • Ombellifères, récit, Circa 1924, 2005)
  • La petite fille de Monsieur Linh, Stock, Paris, 2005 (Deutsch: Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung, Kindler 2006)
  • Le monde sans les enfants : et autres histoires, Stock, Paris, 2006 ( Deutsch: Der Junge, der in den Büchern verschwand und andere Geschichten, Kindler 200 8)
  • La Bassine , récit, (La Vie 2007)
  • Le rapport de Brodeck, Stock, Paris, 2007

An dieser Stelle: Danke an Tom für die Recherche im französischen Netz!!!

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Natürlich sollte man erwähnen,…

Verfasst von Esther am Oktober 9

…. dass Julia Franck die diesjährige Gewinnerin des Deutschen Buchpreises ist. Die 37-jährige Autorin erhielt die Auszeichnung für ihren Roman Die Mittagsfrau.

Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Germanistik an der FU Berlin. Unter anderem erhielt sie den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2004 und die Roswitha-Medaille der Stadt Gandersheim 2005. Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Zuletzt erschienen von ihr Liebediener (1999), Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen (2000) und Lagerfeuer (2003).

Inhalt des Buches laut Klappentext:

»Alles ist möglich, Engel, die Welt steht uns offen.«

In der Lausitz verlebt Helene eine idyllische Kindheit, die mit Ausbruch des ersten Weltkriegs jäh endet. Der Vater wird nach Osten geschickt und kehrt nur zum Sterben nach Hause zurück, die jüdische Mutter zieht sich zunehmend vor den Anfeindungen ihrer Umgebung in die Verwirrung zurück. Blind am Herzen nennt Helene das und fürchtet die zunehmende Kälte der Mutter, die ihre Töchter kaum mehr wahrzunehmen scheint.
Helene möchte Medizin studieren, ein ungewöhnlicher Traum für eine Frau zu Beginn des Jahrhunderts. Nach dem Tod des Vaters zieht sie Anfang der zwanziger Jahre mit ihrer Schwester Martha nach Berlin, und während Martha ihrer Freundin Leontine wieder begegnet, lernt Helene Carl kennen. Als der kurz vor der Verlobung stirbt, verliert sie den Sinn für das Dasein. Sie flieht in die Arbeit und will das Leben überleben.
Auf einem Fest stellt sich ein gewisser Wilhelm vor, er ist begeisterter Ingenieur, der Reichsautobahnen bauen und Helene heiraten möchte. Die schnell scheiternde Ehe mit ihm führt Helene nach Stettin, wo ihr Sohn zur Welt kommt. Die Liebe, die der kleine Junge fordert, die Nähe, die er sucht, werden ihr zunehmend unerträglich, und bald schon geht ihr der Gedanke vom Verschwinden nicht mehr aus dem Kopf. Schließlich trifft sie eine ungeheuerliche Entscheidung.
Zwei Weltkriege, Hoffnungen, Einsamkeit und Liebe - und die Erkenntnis, dass alles verloren gehen kann. Julia Franck erzählt ein Leben, das in die Mühlen einer furchtbaren Zeit gerät. Ein ungewöhnlicher Familienroman, ein eindringliches Zeitepos und die Geschichte einer faszinierenden Frau.

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Andreï Makines runde 50…

Verfasst von Esther am September 10

… schon wieder Geburtstag… dieses Mal ist es der französische Autor Andreï Makine. Alles Gute!
Heute vor 50 Jahren wurde der außergewöhnliche Schriftsteller in Krasnojarsk, Sibirien geboren. Er studierte in Twer und Moskau Philologie. Nach einer Frankreichreise erhält er hier 1987 politisches Asyl und lebt seitdem in Paris.
Berühmt wurde er 1995 mit seinem Roman Das französische Testament, für den er den Prix Goncourt und den Prix Médicis erhielt. 2005 erhielt er für sein Gesamtwerk den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stiftung Prinz Pierre von Monaco.

Es lohnt sich sehr in Makines Werke hineinzuschnuppern, hier eine Auswahl:

Das französische Testament (Le Testament Français, 1995) ISBN 3-453-15024-4
Das Verbrechen der Olga Arbelina (Le Crime d’Olga Arbélina)ISBN 3-442-72519-4
Die Liebe am Fluß Amur (Au temps du fleuve Amour, 1994) ISBN 3-442-72520-8
Russisches Requiem (Requiem pour l’Est, 2000) ISBN 3-455-05145-6
Tochter eines Helden (La fille d’un héros de l’Union soviétique,1990/1995) ISBN 3-442-72517-8
Musik eines Lebens (La Musique d’une vie) ISBN 3-455-05146-4
L’amour humain ISBN 2-02-088426-7 (Éditions du Seuil, 2006)
Die Frau vom Weissen Meer, 2007 (La femme qui attendait, 2004) ISBN 978-3-455-05148-3

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Autorenportrait Philippe Claudel

Verfasst von Esther am August 21

Philippe Claudel wurde 1962 in Dombasle-sur-Meurthe, Lothringen geboren.

Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 2003, mit der großen Sensation des französischen Buchherbstes, seinem Buch Die grauen Seelen.
Philippe wird als universaler Regionalist eingestuft, das heißt er geht von der Einbindung in seine Ursprünge (Lothringen/Lorraine) aus. Er schreibt „für die Seelen des Nordens“, gekennzeichnet von der Geschichte, der Industrie, der Arbeitslosigkeit. Er war das Kind einfacher Leute „Proletarier“ und geht weiterhin ins einfache „Bistro“ an der Ecke. Er liebt die Poesie, von den Autoren werden Giono und Simenon genannt. Auch die Malerei.
Er studierte Französisch, hätte aber auch professioneller Alpinist werden können. Anschließend gab er 11 Jahre lang Unterricht in einem Gefängnis (über diese Zeit schrieb er auch das Buch Le bruit des trousseaux, das leider nicht in Deutschland veröffentlicht wurde). Nach dieser Zeit lehrte er wieder Französisch, nun für Behinderte, gleichzeitig auch teilweise Unterricht an der UNI von Nancy.

mehr zu Philipppe Claudel auf meiner Seite www.philippe-claudel.de

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Autorenportrait von Jean Améry

Verfasst von Esther am Juli 27

Humanist und Rebell

Aus Anlass der Veröffentlichung seines Jugendromans “Die Schiffbrüchigen” der in diesen Tagen erschienen ist, möchte ich den hoch interessanten Autor Jean Améry gerne mit einem kleinen Portrait würdigen.

Jean Améry wurde 1912 in Wien unter dem bürgerlichen Namen Hans Meyer geboren.
Er war ein blonder, katholisch erzogener Jude, vaterlos, Schulabbrecher, aber belesen und ein hoch ambitionierter Autodidakt. Nach der Schule machte er eine Buchhändlerlehre in Wien, dann war er als Dozent an der Wiener Volkshochschule tätig.
1938 emigrierte Améry nach Belgien. Als „feindlicher Ausländer“ wurde er dort 1940 festgenommen und im südfranzösischen Lager Gurs interniert, 1941 gelang ihm die Flucht. Zurück in Belgien wandte er sich dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu. Aufgrund dieser Tätigkeiten wurde er in Brüssel inhaftiert und von der Gestapo schwer gefoltert, später wurde er nach Auschwitz deportiert. Seine Erlebnisse hat Améry in seinem Werk “Jenseits von Schuld und Sühne” verarbeitet, mit dessen Veröffentlichung er 1966 im deutschsprachigen Raum bekannt wurde.

In seinem nun veröffentlichten Frühwerk “Die Schiffbrüchigen”, das zwischen 1934 und 1935 entstand, verweist er schon damals auf die bevorstehende Vernichtung der Juden, auf ihre Unterlegenheit gegenüber den Ariern. Die Veröffentlichung dieses Werkes hat er leider nicht mehr erlebt.
1978 beging er in Salzburg Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief ließ der 66-Jährige seine zweite Frau Maria wissen:

“Ich kann meinem Niedergang, intellektuellen, physischen, psychischen, nicht zusehen.”

Ein trauriges Schicksal, welches sich in seinen Werken stets herauslesen lässt und welches er am besten selbst in seinem 1966 geschriebenem Essay Jenseits von Schuld und Sühne beschreibt:

“Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt.”

Jean Amery erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Zu seinem Gedenken wurde 1982 von Amérys Witwe der Jean Améry-Preis für Essayistik gestiftet..

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Zum 80. Geburtstag…

Verfasst von Esther am Juli 18

… Alles Gute! 

Heute, am 18.07.2007, feiert der in Sulzbach/Saar geborene Autor, Übersetzer und Lehrer Ludwig Harig seinen 80. Geburtstag! Salome gratuliert und möchte gleichzeitig den Autor nochmals ins Gedächtnis rufen.

Bekannt wurde er 1986 durch seinen autobiographischen Roman “Ordnung ist das ganze Leben“, dem zwei weitere Romane folgten “Weh dem, der aus der Reihe tanzt” und “Wer mit den Wölfen heult, wird Wolf”

Der vielfach ausgezeichnete Autor (unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis 1987) ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, 1993 verlieh ihm das saarländische Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Ehrenprofessur.

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“Serge Gainsbourg - Für eine Handvoll Gitanes”

Verfasst von Esther am Juli 10

Eine wirklich tolle Neuerscheinung, die es wert ist besonders erwähnt zu werden.
In Deutschland ist Serge Gainsbourg vornehmlich durch seine Stöhnballade „Je t’aime, moi non plus“ bekannt, in Frankreich jedoch ist er eine der Musik-Ikonen.
Bis dato gab es noch keine Biographie auf dem deutschen Markt, dem wurde durch den Jens Seeling Verlag in Frankfurt nun Abhilfe geschaffen. Verfasst wurde die Bio von der britischen Rockjournalistin Sylvie Simmons. Diese soll Gainsbourg nicht als Ikone, eher als den umstrittenen Künstler, der er ja war, mit Verletzungen und Schwächen, aber auch seinem Genie, beschreiben.

Das klingt für mich nach Stufe Rot Kaufalarm!

Sylvie Simmons

“Serge Gainsbourg - Für eine Handvoll Gitanes”
Jens Seeling Verlag,
Frankfurt: 2007
ISBN 978-3-938973-03-5
Preis: 16,80 Euro

Ein paar Sätze aus Wikipedia noch zu Gainsbourg:

Serge Gainsbourg (* 2. April 1928 in Paris; † 2. März in Paris; eigentlich Lucien Ginsburg) war ein französischer Chansonnier, Komponist und Schriftsteller und galt in Frankreich als einer der einflussreichsten und kreativsten Singer-Songwriter seiner Epoche.
Gainsbourg beeinflusste maßgeblich die französische Populärmusik, aber auch Kino und Literatur. Er schrieb die Drehbücher und die Filmmusik für mehr als vierzig Filme. Er trat in der Öffentlichkeit häufig provokativ auf und pflegte das Bild des genialischen Künstlers.
Gainsbourg wurde als Sohn russisch-jüdischer Immigranten geboren. Seine Eltern und er sind auf dem Friedhof Montparnasse in Paris beigesetzt, wo sein Grab neben denen von Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Charles Baudelaire eines der meistbesuchten ist.

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Autorenportrait Olivier Adam

Verfasst von Esther am Juni 22

Ein bemerkenswerter Autor

Olivier Adam, geboren 1974 in einem Vorort von Paris, hat bisher vier Romane, drei Jugendbücher und den mit dem „Prix Goncourt de la nouvelle“ ausgezeichneten Erzählungsband „Passer l’hiver“ („Am Ende des Winters“) veröffentlicht. Er war Ko-Autor des Filmdrehbuchs Keine Sorge, mir geht’s gut. Olivier Adam lebt heute mit seiner Frau und seiner Tochter in Saint Malo/Bretagne.
Keine Sorge, mir geht’s gut gehört zu den erfolgreichsten französische Romanverfilmungen (Regie: Philippe Lioret) der letzten Jahre und wurde mit zwei Césars ausgezeichnet.
In Frankreich wurde das Buch mit einer Auflage von über 100.000 Exemplaren zum Bestseller.

In Deutschland erschienen bisher:

Comme les doigts de la main / Mein Herz und deine Seele
Poids léger/ Leichtgewicht
Passer l’hiver/ Am Ende des Winters
Je vais bien ne t’en fais pas/ Keine Sorge, mir geht’s gut

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Pablo Tusset Autorenportrait

Verfasst von Esther am Juni 20

Der Abgedrehte 

Pablo Tusset wurde 1965 geboren, arbeitete als Maurergehilfe, Möbelpacker, Straßenverkäufer, Nachtwächter, Grafiker, Tankwart, Blumenverkäufer und Programmierer. In Spanien stand das Croissant-Buch wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerlisten und erhielt den Premio Tigre Juan für das beste Debüt des Jahres.

Derzeit wird der Kult-Roman verfilmt.

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Marianne Krüll ist “BücherFrau des Jahres 2007″

Verfasst von Esther am Juni 19

Salome gratuliert!

Das Börsenblatt berichtet aktuell über die Ernennung von Marianne Krüll zur Bücherfrau des Jahres 2007.

Eine sehr interessante Wahl, die mein Augenmerk auf diese Autorin gelenkt hat.
Ich werde mir wohl einige Werke von ihr anschauen, bzw. anschaffen müssen. ;)

Kurze Vita :
Dr. Marianne Krüll, geb. 1936 in Berlin. Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, Schriftstellerin, Soziologin. Ehemals Akademische Rätin am Seminar für Soziologie der Universität Bonn. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeiten in den Grenzgebieten zwischen Psychologie und Soziologie. Engagierte Feministin.

Veröffentlichungen:
“Die Mutter in mir - Wie Töchter sich mit ihrer Mutter versöhnen” (2007),
“Käthe, meine Mutter” (2001),
“Im Netz der Zauberer - Eine andere Geschichte der Familie Mann (1991, 1993, 2005, Übersetzungen in fünf Sprachen);
“Die Geburt ist nicht der Anfang (1989, 1991);
“Freud und sein Vater” (1979, 1992, 2004, Übersetzungen in fünf Sprachen);
“Schizophrenie und Gesellschaft” (1977, 1986); Mitautorin: Brigitte Brück u.a.:
“Feministische Soziologie - Eine Einführung” (1992, 1997);
Herausgeberin: “Wege aus der männlichen Wissenschaft” (1990).
Viele Artikel in Sammelbänden und Zeitschriften.

(Quelle: Homepage von Marianne Krüll )

Die offizielle Ehrung als „BücherFrau des Jahres“ findet wie jedes Jahr im Rahmen der internationalen Women-in-Publishing-Party am Donnerstag (11. Oktober) auf der Frankfurter Buchmesse statt.

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100 Jahre Mascha Kaleko

Verfasst von Esther am Juni 6

 

Kurzer Dialog

Du und ich, lieber Gott,
wir beide wissen es,
Daß deine Welt noch lange nicht
Fertig war, als der siebente Tag
Anbrach.

 

Du hattest dich dazumal
Darauf verlassen,
Daß deine Geschöpfe
Gehilfen dir würden.
O weh.

 

Leiden läutern uns nicht,
Und durch Schaden wird man nicht klug.
Nur gerissen.
- Herr, du gabst uns die Welt, wie sie ist.
Gib uns doch bitte dazu
Das seinerzeit leider
Nicht mitgelieferte
Weltgewissen!

Quelle: phil-fak.uni-duesseldorf

Eine Ausnahmelyrikerin par excellence hätte am 07.06.2007 ihren 100. Geburtstag gefeiert… Herzlichen Glückwunsch, Mascha Kaleko !
Eine Frau mit einem bewegten Leben und einem Lebenswerk, das jede Ehrung mehr als verdient.
Stets stand sie für die Öffentlichkeit - zu unrecht- im Schatten ihrer großen Weggefährten Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Joachim Ringelnatz.
Mir persönlich sind ihre Gedichte ständige Wegbegleiter und sie ist mir näher gekommen, als andere Lyriker es je vermocht hätten. Daher möchte ich dieser Stelle und zu diesem besonderen Anlass Mascha Kaleko meinen geschätzen Bloglesern und dem Rest der Welt noch einmal in Erinnerung rufen, beziehungsweise sie vorstellen.

Mascha Kaléko, geboren als Golda Malka Aufen, am 07.06.1907 , in Chrzanów (Schidlow), Galizien (heute Polen) ist das unehelich geborene Kind des deutschstämmigen russischen Fischel Engel und seiner späteren jüdischen Ehefrau Rozalia Chaja Reisel Aufen.
Wegen den fortschreitenden Pogromen an den Juden, flieht sie mit ihren Eltern 1914 nach Marburg, später zieht die Familie dann nach Berlin, wo sie mit 16 eine Bürolehre beginnt, Abendkurse in Philosophie und Psychologie belegt. Zu dieser Zeit liest sie viel und schreibt auch ihre ersten Gedichte. Sie verkehrt im Romanischen Café und findet dort Anschluss an die literarische Boheme. So lernt sie u. a. Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz kennen. 1929 erscheinen ihre ersten Gedichte, die im heiter-melancholischen Ton die Lebenswelt der kleinen Leute und die Atmosphäre im Berlin ihrer Zeit widerspiegeln; ihr genauer Blick auf das Leben der Großstadtmenschen, auf die Umstände, aber auch auf ihr Hoffen, Bangen und Denken – besonders auch auf die Arbeitsbedingungen junger Mädchen –, auf den alltäglichen Umgang mit der Moderne, und ihre poetische Umsetzung all dessen in lockere Reime und klare Worte treffen das Lebensgefühl ihrer Epoche.
Obwohl das erfolgreich verkaufte Stenogrammheft, im Januar erschienen, bereits im Mai den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fällt, gibt Rowohlt 1935 eine zweite Auflage heraus. Außerdem erscheint in dieser Zeit Das kleine Lesebuch für Große.
Mit ihm und dem gemeinsamen Sohn Evjatar (später Steven) emigriert sie 1938 in die USA.
Dort schreibt die Werbetexte und Kindergedichte.
Nach dem Krieg findet sie in Deutschland wieder ein Lesepublikum. 1960 will man ihr den Fontane-Preis verleihen; sie lehnt diesen jedoch wegen eines ehemaligen SS-Mitglieds in der Jury ab. Im selben Jahr wandert sie Ihrem Mann zuliebe mit ihm nach Israel aus. Dort leidet sie sehr unter der sprachlichen und kulturellen Isolation und lebt enttäuscht und einsam.
Völlig unerwartet stirbt ihr musikalisch hochbegabter Sohn 1968 in New York. Als auch ihr Mann 1973 stirbt, findet sie noch im letzten Lebensjahr wieder Kraft zu schreiben. Sie stirbt 1975 – nur 14 Monate nach ihrem Mann – in Zürich an Magenkrebs.

Ihre Werke: (Quelle Wikipedia)

  • Das Lyrische Stenogrammheft. Verse vom Alltag (1933, Reprint 1956)
  • Das kleine Lesebuch für Große. Gereimtes und Ungereimtes, Verse (1934)
  • Verse für Zeitgenossen (1945)
  • Emigranten-Monolog (1945)
  • Der Papagei, die Mamagei und andere komische Tiere (1961)
  • Verse in Dur und Moll (1967)
  • Das himmelgraue Poesiealbum der M.K. (196 8)
  • Wie’s auf dem Mond zugeht (1971)
  • Hat alles seine zwei Schattenseiten (1973)

postum:

  • Feine Pflänzchen. Rosen, Tulpen, Nelken und nahrhaftere Gewächse (1976)
  • Der Gott der kleinen Webfehler (1977)
  • In meinen Träumen läutet es Sturm. Gedichte und Epigramme aus dem Nachlaß. (1977)
  • Horoskop gefällig? (1979)
  • Heute ist morgen schon gestern (1980)
  • Tag und Nacht Notizen (1981)
  • Ich bin von anno dazumal (1984)
  • Der Stern, auf dem wir leben (1984)
  • Mein Lied geht weiter (2007)

Ich kann an dieser Stelle nur nochmals nachhaltig dem an Lyrik interessierten (Blog-) Leser zur Lektüre dieser wundervollen Worte raten…

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Autorenportrait Georges Perec

Verfasst von Esther am Juni 5

Perecs Kinderzeit war geprägt durch die deutsche Besetzung Frankreichs.

Georges Perec wurde in einem Arbeiterviertel in Paris als einziger Sohn von Icek Judko und Cyrla (Schulewitz) Peretz geboren. Sie waren polnische Juden, die in den zwanziger Jahren nach Frankreich kamen. Perecs Vater schrieb sich zum zweiten Weltkrieg in die französische Armee ein und starb während des Kriegs 1940 an seinen Verletzungen. Georges Mutter verschwand während des Holocausts, vermutlich wurde sie nach Auschwitz gebracht. George wurde 1942 von seinem Onkel und seiner Tante aufgenommen, die ihn dann 1945 offiziell adoptierten.

Er begann während seines Studiums der Geschichte und Soziologie an der Université de Sorbonne damit, Artikel und Berichte für die “Nouvelle Revue Francaise” und “Les Lettres Nouvelles” zu schreiben.

1958-59 diente Perec in der Armee. Nach seiner Entlassung heiratete er Paulette Petras. Sie lebten zusammen ein Jahr (1960-61) in Tunesien, wo Paulette als Lehrerin arbeitete.

1961 arbeitete Perec als Archivar im Neurophysiological Research Laboratory des Krankenhauses Hôpital Saint-Antoine, eine schlecht bezahlte Stelle, die er aber bis 1978 beibehielt.

Es wird spekuliert, dass das tägliche Hantieren mit Aufzeichnungen und abgeänderten Datensätzen einen Einfluss auf seinen Schreibstil gehabt haben könnte. Ein anderer großer Einfluss war die Mitgliedschaft in der Gruppe Oulipo, einem Kreis von Autoren, die ihre Werke formalen Zwängen unterwarfen, wie zum Beispiel dem Verzicht auf bestimmte Buchstaben (siehe Lipogramm), der er 1967 beitrat. Dort traf er unter anderem Raymond Queneau, dem er sein Meisterwerk “La Vie mode d’emploi” widmete.

Perec arbeitete in den späten 60ern an einer Reihe von Hörspielen für das Radio, zusammen mit seinem Übersetzer Eugen Helmlé und dem Musiker Philippe Drogoz. Weniger als ein Jahrzehnt später begann er, Filme zu drehen. Sein erster Film, basierend auf seinem Roman “Un Homme qui dort”, gewann 1974 den Prix Jean Vigo.

“La vie mode d’emploi” brachte ihm 1978 den erhofften finanziellen Erfolg und verschaffte ihm die nötige Berühmtheit, so dass er sich von diesem Zeitpunkt an ganz seinem Schriftstellertum widmen konnte. Das Werk gewann den Prix Médicis. Perec arbeitete 1981 an der University of Queensland in Australien. Dort arbeitete er an seinem letzten und leider unfertigen Werk “53 Jours” (53 Tage).

Kurz nach seiner Rückkehr aus Australien verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Die Ärzte diagnostizierten Lungenkrebs. Georges Perec starb 1982 im Alter von 45 Jahren.

Quelle: Wikipedia

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