SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für April, 2008

Back in Black

Verfasst von Esther am April 29

Jaja, die gute alte Salome ist wieder da. Hypomanisch, voll auf Johanniskraut und dadurch momentan bestens gelaunt! :D

Zwei Vampirschnulzennackenbeisser habe ich in der Zwischenzeit gelesen und zwar von Christine Feehan “Mein Dunkler Prinz ” und ” Der Fürst der Nacht ” und die waren extrem schlecht. Also ich bin völlig unbefriedigt und enttäuscht von dem Schmonz, und das obwohl ich mit sehr wenigen Erwartungen herangegangen bin. Eine Rezi zu den Büchern werde ich mir sparen, möchte aber trotzdem alle warnen, die gerne mal mit einem netten Trivialroman abschalten möchten. Diese Autorin ist unterste Kajüte. 100 fache Wiederholungen machen das Lesen unerträglich.
So nun werde ich mich meiner Moning-”Die Liebe des Highlanders”-Schnulze widmen, die mich aber sowas von befriedigt… :mrgreen:

Bis in Bälde Eure
Salome

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Philippe Grimbert - Ein Geheimnis

Verfasst von Esther am April 21

(K)ein Geheimnis …

…, dass Phillippe Grimberts Roman einer besten Romane ist, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Buch ist das Portrait eines außergewöhnlichen Jungen, in einer schwierigen Zeit.

1948 in einer jüdischen Familie geboren muss er mit dem schrecklichen Erbe der Nazizeit leben lernen. Der Sohn zweier olympiareifer Athleten ist kränklich und schwach, er erhält kaum Zuwendung und Anerkennung, wird eher als Strafe und Prüfung, denn als Segen von seinen Eltern betrachtet. Der Junge sieht seine Eltern als geliebte Statuen, für ihn unerreichbar, hart, perfekt. So sehr er sich auch bemüht mit hervorragenden schulischen Leistungen zu brillieren, er kann seine Eltern nicht beeindrucken. Der Junge fühlt und ahnt, dass etwas in der Familie nicht stimmt und irgendwann lüftet sich auch das Geheimnis.

Die Autobiographie des Autors ist inhaltlich beeindruckend und spannend zu lesen. Die Personen sind lebhaft beschrieben, das Seelenleben des jungen Erzählers liegt offen vor einem. Es ist sehr kunstvoll, wie Grimbert Dinge ins Bewußtsein des Lesers bringt und dabei zu seinem eigenen Leben dennoch die notwendige Erzählerische Distanz einhält. Der Stil und die Form des Buchs sprechen mich sehr an, denn ich mag diesen fast lyrischen Aufbau, der ja in vielen kleinen französischen Novellen zu finden ist. Jeder Abschnitt ist für mich quasi wie ein eigenes Gedicht, sehr schön, wenn auch oft atmospärisch düster und beklemmend.

Am Ende war ich zwar in Tränen aufgelöst, aber hingerissen von diesem wertvollen Stück Literatur.

Daher keine Frage, dieses Buch verdient mindestens:

ISBN: 3518459201
Übersetzt von Holger Fock, Sabine Müller
Suhrkamp Verlag KG
Februar 2008 - kartoniert - 154 Seiten
Originaltitel: Un secret, 2004.
Suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe 

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Kathleen E. Woodiwiss - Wie eine Rose im Winter

Verfasst von Esther am April 16

Solider Nackenbeisser

Ach ja, wie schön kann es manchmal sein sich auf den Wogen von Friede, Freude und Eierkuchen davontragen zu lassen…
Und für diesen Zweck war der Roman von Kathleen E. Woodiwiss bestens geeignet. Klare Story (so klar, dass sie schon am Anfang vorhersehbar bis zum Schluss ist), Männerklischees (starke, zynische, aber innerlich sooo romantische Männlein), Weiberklischees ( jungfräuliche, naive, aber auch wilde Weiblein), heiße Küsse, böse Intrigen, dunkle Familiengeheimnisse, märchengleiche, etwas unlogische Handlungen… Einfach herrlich dämlich!
Eigentlich muss man ja nicht viel zur Story sagen aber ich tue es der Vollständigkeit halber:

Erienne Fleming ist die Tochter eines Witwers, Saufbold und Spielers. Sie lebt mit ihrem, seit einem Duell verkrüppelten, Bruder in des Vaters Haus. Da der Vater als hoch verschuldeter Spieler dringend Geld benötigt, hat er nur eines im Sinn: Seine Tochter möglichst gewinnbringend unter die Haube zu bringen.
Da die vom Vater angeschleppten Freier jedoch alle abgrundtief hässlich und alt sind lehnt Erienne sie alle ab.
Eines Tages jedoch erscheint ein vermeintlicher Freier, der Eriennes Wohlgefallen erweckt. Dieser entpuppt sich allerdings nicht als solcher, sondern als der böse Mann, der ihren Bruder in dem Duell verletzte, also als ein Feind der Familie, der nur zufällig im Haus war, um Schulden bei dem Vater einzutreiben. Als Erienne dessen gewahr wird ist sie entsetzt und wütend, aber leider schon verliebt.
Da eine Ehe mit dem schönen Christopher Seton, dem Feind der Familie, nicht in Frage kommt und die Schulden enorm auf dem Vater lasten, beschließt er seine Tochter meistbietend zu versteigern.
Erienne muss den missgestalteten Lord Saxton heiraten….

Na? Ich denke jeder weiß, wie es weitergeht? ;)

Wie eine Rose im Winter ist ein solider Liebesroman, der mir gerade recht kam und mich sehr aufgemuntert hat. Eine kurzweilige, unterhaltsam geschriebene Lektüre. Manchmal muss es eben einfach einfach sein…
In seinem Genre ein 4-Sterne-Buch, bei Salomes Büchern allerdings muss ich doch etwas abwägen, auch wenn ich bestens unterhalten wurde.

Meine Bewertung:

ISBN: 344255411X
Übersetzt von Juscha Zoeller
Goldmann Wilhelm
April 2005 - kartoniert - 638 Seiten
Originaltitel: A Rose in Winter.
Goldmanns Taschenbücher

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Sorry

Verfasst von Esther am April 7

Wegen eines persönlichen Tiefdruckgebiets mit extradicken, schwarzen Wolken über mir, bin ich derzeit etwas schreibgehemmt. Ich bitte mir das zu verzeihen… Verspreche mir und Euch, meinen geschätzten Lesern, aber, dass bald wieder bessre Zeiten kommen!!!!!!

Liebe Grüsse

Salome

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