Viel Gutes hatte ich von ihm gehört, von Eric-Emmanuel Schmitt. Es schien mir also quasi eine Bildungslücke zu sein, noch nichts von dem Autor gelesen zu haben. Was soll ich sagen? Da ist was dran!
Die Geschichte handelt von dem kleinen jüdischen Jungen Moses, der in Paris lebt. Seine Mutter hat ihn schon als Baby verlassen und sein geiziger Vater scheint ihn zu hassen. So empfindet es Moses. Meist ist der Junge auf sich selbst gestellt, er versorgt sogar eher seinen Vater mit. Jeden Tag geht er für das Essen bei Monsieur Ibrahims, dem Araber an der Ecke, einkaufen und meist sind es ein paar Dosen.
Irgendwann beginnt der Junge zu stehlen. Monsieur Ibrahim, der es längst bemerkt hat lässt ihn gewähren. Zwischen dem Händler und dem Jungen, den er liebevoll Momo nennt, entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Jeden Tag nähern sich beide in kurzen Gesprächen einander an. Monsieur Ibrahim erzählt von seinem Koran, der ihm seine Ruhe und Weisheit schenkt, im Gegenzug erzählt Moses von seinem Leben und seinen Sorgen. Als Moses zerrüttete Welt ganz einzustürzen droht, ist Monsieur Ibrahim für Momo da, die beiden werden unzertrennlich.
Die Blumen des Koran ist ein kleines Büchlein, dennoch hat es sich sehr eingeprägt. Schmitt besitzt ein tolles Erzähltalent und einige Szenen werde ich wohl nie vergessen. Zack! Lächeln!
. Ein sehr gelungenes Buch mit ein paar Schwächen in der Story (gegen Ende), aber das sei sofort verziehen für die schönen Gedanken und Bilder die Schmitt mir dafür hinterlassen hat! Insgesamt ein wirklich schönes Werk!
Meine Bewertung:
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ISBN: 3596161177 Übersetzt von Annette Bäcker, Paul Bäcker Originaltitel: Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran Fischer Taschenbuch Vlg. Oktober 2004 - gebunden - 100 Seiten 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.

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