SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für November, 2007

Walther von der Vogelweide wieder im Regal

Verfasst von Esther am November 27

Nachdem ich mich ewig herumgequält habe mit Viola Alvarez “Wer gab Dir Liebe die Gewalt”. Habe ich es nun genau nach der Hälfte wieder in den SuB geschickt. Ich wurde in keiner Form warm mit dem Buch. Die Mischung aus realer Person und Fiktion stimmt irgendwie nicht für mich. Ein völlig fiktiver Charakter wäre hier definitiv besser gewesen, da von Walther eh sehr wenig überliefert ist. Zu wenig, um ein Bild von ihm zu entwerfen. Viola Alvarez hat diese Aufgabe für mich ebenfalls nicht geschafft. Eine grosse Enttäuschung, denn ihr Roman “Das Herz des Königs” ist eines meiner Lieblingsbücher.

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Herbst in Saarbrücken

Verfasst von Esther am November 23

Die Ergebnisse meiner letzen Fotosafari durch den Saarbrücker Dschungel.

 

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Umfrageergebnis: Aus welchen Ländern kommen Deine liebsten Autoren?

Verfasst von Esther am November 22

Tja, das Ergebnis ist, wie ich finde, sehr positiv. Zwar sind die Mehrzahl aller Leser literarische Kosmopliten (36 %), aber auch meine lieben Franzosen haben mit 24 % ein gutes Ergebnis eingefahren!  Leute, bitte bleibt meinem Blog erhalten!! Die Krauts haben mit 16  % den dritten Platz verdient belegt. Meine Wenigkeit hat 3x gevotet ( :oops: ). 1 Mal für die Franzosen, 1 Mal für die Globetrotter (denn zu denen zähle ich mich definitiv auch) und die deutschen Autoren haben auch bei mir einen guten Platz belegt.  Eine schöne Umfrage für mich, denn sie lässt mich hoffen, doch noch auf ähnliche Leser wie mich treffen zu können!

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Eric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Verfasst von Esther am November 19

Viel Gutes hatte ich von ihm gehört, von Eric-Emmanuel Schmitt. Es schien mir also quasi eine Bildungslücke zu sein, noch nichts von dem Autor gelesen zu haben. Was soll ich sagen? Da ist was dran!

Die Geschichte handelt von dem kleinen jüdischen Jungen Moses, der in Paris lebt. Seine Mutter hat ihn schon als Baby verlassen und sein geiziger Vater scheint ihn zu hassen. So empfindet es Moses. Meist ist der Junge auf sich selbst gestellt, er versorgt sogar eher seinen Vater mit. Jeden Tag geht er für das Essen bei Monsieur Ibrahims, dem Araber an der Ecke, einkaufen und meist sind es ein paar Dosen.

Irgendwann beginnt der Junge zu stehlen. Monsieur Ibrahim, der es längst bemerkt hat lässt ihn gewähren. Zwischen dem Händler und dem Jungen, den er liebevoll Momo nennt, entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Jeden Tag nähern sich beide in kurzen Gesprächen einander an. Monsieur Ibrahim erzählt von seinem Koran, der ihm seine Ruhe und Weisheit schenkt, im Gegenzug erzählt Moses von seinem Leben und seinen Sorgen. Als Moses zerrüttete Welt ganz einzustürzen droht, ist Monsieur Ibrahim für Momo da, die beiden werden unzertrennlich.

Die Blumen des Koran ist ein kleines Büchlein, dennoch hat es sich sehr eingeprägt. Schmitt besitzt ein tolles Erzähltalent und einige Szenen werde ich wohl nie vergessen. Zack! Lächeln! :mrgreen: . Ein sehr gelungenes Buch mit ein paar Schwächen in der Story (gegen Ende), aber das sei sofort verziehen für die schönen Gedanken und Bilder die Schmitt mir dafür hinterlassen hat! Insgesamt ein wirklich schönes Werk!

Meine Bewertung:

ISBN: 3596161177
Übersetzt von Annette Bäcker, Paul Bäcker
Originaltitel: Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran
Fischer Taschenbuch Vlg.
Oktober 2004 - gebunden - 100 Seiten
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.

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Geschützt: Franc W. Bartelt - 24 m² Freiheit

Verfasst von Esther am November 12

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Irène Némirovsky - Die Hunde und die Wölfe

Verfasst von Esther am November 9

Irène Némirovsky, 1942, im Alter von 39 Jahren in Auschwitz ermordet, ist eine der literarischen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Ihr autobiographisch gefärbter Roman “Die Hunde und die Wölfe” ist nun 2007 beim Knaus-Verlag erschienen.

Ada Sinner und ihr Cousin Ben, zwei Kinder in Kiew, werden zusammen in ärmlichen Verhältnissen und in der Welt des osteuropäischen Judentums, groß. Schon sehr früh verliebt sich Ada in den reichen und dadurch unerreichbaren und Harry Sinner, einen entfernten Verwandten, der wie aus einer anderen Welt erscheint. Nach einer schlimmen Pogromnacht, die Ada und Ben knapp überleben, flüchten beide verzweifelt zu den reichen Verwandten. Adas Liebe zu Harry entfacht sich dort neu, während Harry ihr gegenüber eher ablehnend ist. Als die Pogrome in Kiew immer schlimmer werden, zieht Adas Familie nach Paris. Auch Harrys Familie flüchtet dort hin. Hier treffen die beiden in den 20er Jahren wieder aufeinander. Die beiden finden zwar zueinander, doch wird es für das ungleiche Paar glücklich ausgehen?

Obwohl sich Ben und Harry äußerlich sehr ähneln, Brüder sein könnten, sind sie so unterschiedlich wie es nur sein kann. Ben, der durch das Leben hart gewordene Opportunist, der sein spartanisches, eigenwilliges Leben lebt; und Harry, der verwöhnte, bemutterte und reiche Spross einer angesehenen Familie. Eben wie auch Hund und Wolf sich ähnlich, aber dennoch in verschiedenen Welten leben. Beide verbindet die innige Liebe zu Ada, aber Dreiecksbeziehungen haben ja bekanntlich nicht die besten Vorzeichen. Glücklich ist keiner der drei Protagonisten in Némirovskys Roman. Ihre Herkunft, widrige Zeiten, Klassenunterschiede und Schicksalsschläge stehen allen dreien im Weg.

Irène vermittelt in “Die Hunde und die Wölfe” sehr anschauliche und authentische Einblicke in das jüdische Leben am Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie beschreibt in poetischer und zugleich bodenständiger Weise und lässt den Leser in ihren leichten, melancholischen Beschreibungen schwelgen, entführt ihn in eine Welt, deren Widrigkeiten wir heute nur noch erahnen können. Schade nur, dass keiner der Protagonisten es schafft diesen Widrigkeiten zu trotzen. Das hätte dem Roman in meinen Augen sehr gut getan. So lernen wir als Leser dieses Buch, dass man gewisse Kröten im Leben einfach schlucken muss, oft machtlos ist, aber dennoch nach vorne blicken und sich mit seinem Leben aussöhnen muss.

Meine Bewertung:

ISBN: 381350283X
 Übersetzt von Eva Moldenhauer
 Knaus Albrecht August 2007 - gebunden - 256 Seiten
 Originaltitel: Les chiens et les loups.

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Ruhe im Blog…

Verfasst von Esther am November 3

… wird wohl leider bis Weihnachten einkehren. Ich werde beruflich eingespannt sein und wohl kaum zum Schreiben kommen. Rezis werde ich natürlich weiter posten, so viel Zeit muss sein. :mrgreen: Ich hoffe meine lieben Blogleser bleiben mit trotzdem treu…??!!

Keep on reading! Bleibt Gold!

Eure Salome

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Neues vom SuB

Verfasst von Esther am November 2

Zu mir gestoßen sind folgende Bücher:

Eric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Luis Sepulverda - Der Alte, der Liebesromane las

John von Düffel - Schwimmen

Jonathan Hull - Damals, die Liebe

Rosemarie Marschner - Das Jagdhaus

Laurent Gaude - Die Sonne der Scorta

Patrick Modiano - Unbekannte Frauen

William Golding - Lord of the flies

Ben Gadd - Rabensruh

A. Manette Ansay - Ich war an dunklen Orten

Belinda Rodik - Der letzte Troubadour

Daniel Picouly - Der Leopardenjunge

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Salome präsentiert: Das Buch des Monats Oktober

Verfasst von Esther am November 1

Nominiert waren:

Khaled Hosseini - Tausend strahlende Sonnen

Cyrille Offermanns - Warum ich meine demente Mutter belüge

Taichi Yamada - Sommer mit Fremden

Thomas Gunzig - Der kleinste Zoo der Welt

Und der Gewinner ist :

Thomas Gunzig - Der kleinste Zoo der Welt

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