Philippe Claudel wurde 1962 in Dombasle-sur-Meurthe, Lothringen geboren.
Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 2003, mit der großen Sensation des französischen Buchherbstes, seinem Buch Die grauen Seelen.
Philippe wird als universaler Regionalist eingestuft, das heißt er geht von der Einbindung in seine Ursprünge (Lothringen/Lorraine) aus. Er schreibt „für die Seelen des Nordens“, gekennzeichnet von der Geschichte, der Industrie, der Arbeitslosigkeit. Er war das Kind einfacher Leute „Proletarier“ und geht weiterhin ins einfache „Bistro“ an der Ecke. Er liebt die Poesie, von den Autoren werden Giono und Simenon genannt. Auch die Malerei.
Er studierte Französisch, hätte aber auch professioneller Alpinist werden können. Anschließend gab er 11 Jahre lang Unterricht in einem Gefängnis (über diese Zeit schrieb er auch das Buch Le bruit des trousseaux, das leider nicht in Deutschland veröffentlicht wurde). Nach dieser Zeit lehrte er wieder Französisch, nun für Behinderte, gleichzeitig auch teilweise Unterricht an der UNI von Nancy.
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