SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Archiv für Juli, 2007

Die Bücherheilerin

Verfasst von Esther am Juli 31

Nach langem Ringen mit dem Sensenmann der Bücher, der ihr Paulo Coelhos Roman “Auf dem Jakobsweg” entreißen wollte - wahrscheinlich geht ihm die Lektüre aus, er probiert es in letzter Zeit nämlich häufig Bücher in sein finsteres Reich zu entführen, wie auch HIER dokumentiert - gelang es ihr schließlich, mit viel Geduld, ständigem Wachen, Fönen und mit Beschweren des armen Buches mit schweren Möbeln, es wieder lesbar zu machen. Der Kampf war also gewonnen, doch statt des erhofften Glücksgefühls, blieben nagende Zweifel. Würde sie nun mit der Lektüre auch ihre Freude haben, oder würde sie in einigen Tagen gar wünschen, es hätte dieses Buch nie gegeben?

Die Antwort auf diese Frage bald hier bei SALOMES BÜCHER….

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Michèle Maillet - Schwarzer Stern

Verfasst von Esther am Juli 30

Einzigartiges literarisches Dokument

Über 2000 schwarze Menschen wurden in den KZ der Nationalsozialisten interniert. Bis dato fanden sie aber wenig Erwähnung, auch nicht in den Gedenkstätten.
In Michèle Maillets Roman ” Schwarzer Stern” wurden nun drastisch und kompromisslos die Erlebnisse einer schwarzen Frau im Konzentrationslager geschildert.

Sidonie Hellénon, geboren in Martinique, ist eine Hausangestellte bei einer wohlhabenden jüdischen Familie in Bordeaux. Im Winter des Jahres 1943 wird sie mit ihren beiden kleinen Kindern bei einer Nacht- und Nebel-Aktion der Nazis verhaftet und nach Ravensbrück deportiert. Völlig orientierungs- und ahnungslos was denn ihr Verbrechen sei, muss sie die Tortur der Zugfahrt, in einem überfüllten Güterwagon, ins Ungewisse über sich ergehen lassen. Kraft geben ihr die Sorge um ihre Zwillinge Nicaise und Désiré, sowie der aus der Not geborene Gott Agenor, der, so ihr Glaube, schon ihren versklavten schwarzen Vorfahren beigestanden hat.

Dies mag vielleicht zunächst, wie eine schon oft erzählte traurige Geschichte klingen, was sie aber für mich eindeutig nicht ist. Zunächst ist da die Perspektive des Romans wichtig. Erzählerin der Geschichte ist Sidonie Hellénon, sie ist eine Schwarze, also selbst unter den Gefangenen des KZ eine verdächtige Exotin, und sie ist eine Mutter. Ihre Beobachtungen hält sie in einem kleinen Büchlein fest, das sie in das KZ schmuggeln kann. Darin hält sie das Schicksal ihrer Kinder, die Demütigung, den allgegenwärtige Tod, die Ohnmacht fest; aber auch ihre Träume und ihren Glauben. All das hinterließ mich mit einem so schrecklichen, fast physisch spürbaren, Schmerz, dass ich nach Beendigung des Romans gestern abend kein Auge zu gemacht habe.

Das Buch ist kein Augenzeugenbericht. Aus vielen Gesprächen mit Überlebenden und historischen Recherchen hat Michèle Maillet die Erlebnisse einer schwarzen Frau im Konzentrationslager rekonstruiert. So ist dann ein Roman entstanden, der nicht nur inhaltlich bewegend und einzigartig ist, sondern auch literarisch eindrucksvoll.

Meine Bewertung :

Taschenbuch
Originaltitel:L`Etoile Noire
Aus dem Französischen von Bettina Schäfer
ISBN :3293201563
194 Seiten

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Das “bedrohte Wort” des Tages

Verfasst von Esther am Juli 29

Heute ist es :

Wählscheibe

(Für meine Kinder wie ein prähistorisches Steinwerkzeug)

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Autorenportrait von Jean Améry

Verfasst von Esther am Juli 27

Humanist und Rebell

Aus Anlass der Veröffentlichung seines Jugendromans “Die Schiffbrüchigen” der in diesen Tagen erschienen ist, möchte ich den hoch interessanten Autor Jean Améry gerne mit einem kleinen Portrait würdigen.

Jean Améry wurde 1912 in Wien unter dem bürgerlichen Namen Hans Meyer geboren.
Er war ein blonder, katholisch erzogener Jude, vaterlos, Schulabbrecher, aber belesen und ein hoch ambitionierter Autodidakt. Nach der Schule machte er eine Buchhändlerlehre in Wien, dann war er als Dozent an der Wiener Volkshochschule tätig.
1938 emigrierte Améry nach Belgien. Als „feindlicher Ausländer“ wurde er dort 1940 festgenommen und im südfranzösischen Lager Gurs interniert, 1941 gelang ihm die Flucht. Zurück in Belgien wandte er sich dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu. Aufgrund dieser Tätigkeiten wurde er in Brüssel inhaftiert und von der Gestapo schwer gefoltert, später wurde er nach Auschwitz deportiert. Seine Erlebnisse hat Améry in seinem Werk “Jenseits von Schuld und Sühne” verarbeitet, mit dessen Veröffentlichung er 1966 im deutschsprachigen Raum bekannt wurde.

In seinem nun veröffentlichten Frühwerk “Die Schiffbrüchigen”, das zwischen 1934 und 1935 entstand, verweist er schon damals auf die bevorstehende Vernichtung der Juden, auf ihre Unterlegenheit gegenüber den Ariern. Die Veröffentlichung dieses Werkes hat er leider nicht mehr erlebt.
1978 beging er in Salzburg Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief ließ der 66-Jährige seine zweite Frau Maria wissen:

“Ich kann meinem Niedergang, intellektuellen, physischen, psychischen, nicht zusehen.”

Ein trauriges Schicksal, welches sich in seinen Werken stets herauslesen lässt und welches er am besten selbst in seinem 1966 geschriebenem Essay Jenseits von Schuld und Sühne beschreibt:

“Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt.”

Jean Amery erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Zu seinem Gedenken wurde 1982 von Amérys Witwe der Jean Améry-Preis für Essayistik gestiftet..

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Paulo Coelho in Apfelschorle ertrunken

Verfasst von Esther am Juli 27

Gestern habe ich mit einer neuen Lektüre, Paulo Coelhos “Auf dem Jakobsweg” begonnen. Leider bin ich nur bis Seite 60 gekommen bevor heute früh das Unglück geschah: Das Buch hat sich quasi in Apfelschorlenpapiermus verwandelt. Danke an dieser Stelle an meinen kleinen Lieblingssohn Lennard. (Ja, das sind so die kleinen Momente an denen ich mir wünsche um 1900 zu leben, um ihm mal ordentlich den Hintern zu versohlen…)
Zwar hat mir das Buch nicht besonders zugesagt, aber es war ein Geschenk und ich hätte es doch gerne zu Ende gelesen. Mal sehen, ob es nach meinen Rettungsversuchen und getrocknet noch lesbar ist.
In der Zeit werde ich auf Ulf Landscheids “Der Weg ist nicht das Ziel, sondern der Weg” umsteigen.

Oskars “Das Herz schlägt links” lese ich häppchenweise, wenn auch inzwischen mit Genuss. Einziges Manko : Es ist nicht mehr aktuell, man muss sich also in die Politik der 90er Jahre zurückversetzen.

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Sándor Márai - Wandlungen einer Ehe

Verfasst von Esther am Juli 26

Abrechnung eines Schriftstellers

“Wandlungen einer Ehe” ist der zweite Roman von Márai den zu lesen ich die Ehre hatte.
Auf den ersten Blick die Geschichte zweier Ehen aus drei Perspektiven: Die der Ehefrau, sie erzählt als erste das Geschehene aus ihrer Sicht; die Perspektive des Mannes folgt darauf und schließlich die des Dienstmädchen, beziehungsweise der zweiten Ehefrau. Ich sagte auf den ersten Blick, denn in diesem Buch steckt so viel mehr als nur eine typische ménage à trois.
Der Roman, so kann man einer editorischen Notiz am Anfang entnehmen, besteht aus drei eigenständigen Teilen, die sogar zu verschiedenen Zeiten veröffentlicht wurden, später wurden die Teile erst zur endgültigen Form zusammengefügt.

Der Kampf einer Kleinbürgerlichen

Im ersten Teil schildert die Ehefrau einer gesichtslosen Bekannten ihre Sicht vom Leben und ihrer gescheiterte Ehe.
Sie stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, lebt mit den Eltern in einer kleinen Mietwohnung, bis sie in die betuchte großbürgerliche Industriellenfamilie ihres Mannes einheiratet. Schnell lernt die schöne Frau sich in dieser Welt zurecht zu finden und doch wird es immer den Unterschied machen, dass sie nicht in die Welt der Reichen hineingeboren wurde wie ihr Mann. Dieser ist zuvorkommend zu seiner Frau, auch liebt er sie offenkundig, und doch spürt sie, dass er sie nicht so bedingungs- und vorbehaltlos liebt, lieben kann. Sie beginnt eine Suche nach der Ursache und einen Kampf um ihre Ehe, parallel zu ihrem unterschwelligem Kampf um die Akzeptanz und den Respekt einer anderen Welt, doch es ist keine simple Affäre auf die sie stößt.

Reichtum und Schuld

Der zweite Teil, er wird aus der Perspektive des Ehemanns geschildert, war mir persönlich der Unangenehmste. Gedanken, Grübeleien, teils auch Gejammer eines Mannes, der in seiner Klasse tief verwurzelt ist, für den der Weg von Geburt an in Wohlstand und großbürgerlichem Leben vorgezeichnet ist. Er erfüllt seine Pflicht, hält sich an die gesellschaftlichen Konventionen, doch gleichzeitig verabscheut er dieses gleichförmige, langweilige Leben, diesen selbstverständlichen Reichtum, die innere Einsamkeit, die besitz von ihm ergreift.

Ich habe mir das Leben, das ich aus der Nähe betrachten konnte, sehr genau angeschaut… … Auch ich hatte gedacht der Fehler liegt bei mir. Ich erklärte es mir mit Gier, mir Egoismus, mit Genußsucht, mit den gesellschaftlichen Schranken, mit dem Lauf der Welt… was? Na eben, den Bankrott. Die Einsamkeit, in die früher oder später jedes Leben hineinfällt wie der nächtliche Wanderer in die Grube. … Wir sind Männer, wir müssen allein leben und über alles genau abrechnen, wir müssen schweigen und die Einsamkeit, unseren Charakter und das Gesetz des Lebens ertragen.

Seite 156
Die Richtige für ihn scheint Judit, das Dienstmädchen, zu sein, anzunehmen gerade weil sie aus einer bitterarmen Familie stammt, er macht ihr einen Antrag. Von ihr erhofft er die Linderung der Einsamkeit, aber auch hier erweist er sich als zu feige, um mit den Konventionen zu brechen. Judith, die dies spürt, weist ihn zurück. Er heiratet schließlich die oben erwähnte bürgerliche Ehefrau, bekommt mit ihr ein Kind, welches früh stirbt. Kurz darauf stirbt auch die Ehe.

Die dritte Klasse

Im dritten Teil kommt dann das Dienstmädchen Judit zu Wort. Hier findet man durch Judits Mund die ehrlichsten, gesundesten Worte des Romans. Dieser Teil des Buches ist von Márai später als die ersten beiden fertiggestellt worden. Ich finde dies ist deutlich zu spüren, es ist der gehaltvollste Teil. Hier finden sich die echten Probleme: Krieg, Verlust, Hunger, Angst, Tod. Natürlich auch ihre Schilderungen der vorgenannten Ereignisse, die Sicht des Proletariats und doch die präzisesten Beobachtungen; aber dies fast nur am Rande. Judit rechnet mit dem Bürgertum an sich ab.

Noch wichtiger, oder bewegender ist im dritten Teil, die nähere Betrachtung der Nebenfigur des Schriftstellers Lázár und ihrer tragischen Wendung. Denn in dieser Nebenfigur hat Márai selbst offenbart. Man versteht Marai, seine Gedanken und seine Tragik sehr gut, wenn man Lázárs Lebensgeschichte betrachtet.
Bitter hier seine Abrechnung mit Faschisten und Kommunisten in Ungarn, die ja seine Werke nicht nur verboten, sondern auch vernichtend beurteilten, was ihn schrecklich verletzte und ihn veranlasste sich immer mehr aus der Welt zurückzuziehen.

Verstehen Sie nicht? Schönheit wird eine Beleidigung sein. Begabung eine Provokation. Charakter ein Attentat. Denn jetzt kommen sie, aus allen Richtungen kriechen sie hervor, Hunderttausende und noch mehr. Von überall her. Die Grobschlächtigen. Die Unbegabten. Die Charakterlumpen. Und sie werden das Schöne mit Vitriol übergießen. Und Und die Begabung mit Pech und Schwefel und übler Nachrede verfolgen….

Zuweilen das Schicksal der Begabung

Es war also letztlich auch das Schicksal des begnadeten Erzählers Márai, aus der Heimat verstoßen und herabgewürdigt zu werden, das ihn so verbittert hat. Man kann es beim Lesen sehr gut nachvollziehen, denn Márai versteht es wunderbar Gefühle zu vermitteln. Darüber hinaus hat er mit “Wandlungen einer Ehe” ein bildhaftes und einprägsames Portrait der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gezeichnet.
Negativ wären für mich einzig die teilweise doch sehr langen Exkurse über dieses und jenes zu erwähnen, die schon einige Geduld zuweilen erfordern. Doch vermag es das Buch locker solche Längen mit seiner famosen Erzählung auszugleichen.

“Wandlungen einer Ehe” hat, wie ich finde, mit “Die Glut” wenig gemein und sollte daher auch nicht direkt verglichen werden. “Die Glut” ist wesentlich lockerer und runder, auch nicht ganz so kritisch.

Meine Bewertung:



ISBN: 3492241670
Übersetzt von Christina Viragh
Piper Verlag GmbH
Juli 2004 - kartoniert - 464 Seiten
Originaltitel: Az igazi, Judit… e az utohang
‘Serie Piper’.

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Neues Buch von Matthieu Ricard

Verfasst von Esther am Juli 25

Der zweite Vorsteher des tibetischen Kloster Shechen in Nepal und Übersetzer des Dalai Lama Matthieu Ricard hat ein neues Buch veröffentlicht.

Das Buch trägt den simplen Namen “Glück” und da ich es als interessanten Lesetipp eingestuft habe, möchte ich es hier auch gerne vorstellen.

Klappentext:

Glück ist kein Zufall, sondern jeder kann es lernen. Matthieu Ricard gibt revolutionäre neue Einblicke in das, was wir als Glück im Leben bezeichnen, und zeigt, wie wir den Geist so verändern können, dass wir tiefes Glück empfinden. Glück entsteht, wissenschaftlich messbar, aus einem inneren Gleichgewicht von Körper und Geist. Es ist das Resultat einer inneren Reifung, die ganz allein von uns abhängt und die wir Tag für Tag verfolgen können. Konkrete Übungen und Meditationsanleitungen am Ende jedes Kapitels weisen einen klaren Weg zu einem glücklicheren Leben.

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2007
ISBN 3485011169,
Gebunden, 300 Seiten, 19,90 EUR

Mal schauen, ob ich es ergattern kann…
Ist ja doch recht teuer… welch ein Un- Glück! ;)

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Salomes Lieblingslieder 7

Verfasst von Esther am Juli 23

Eine meiner allerliebsten Bands ! “The Archive” mit “Again”

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Politiker, Junkies und Poeten…

Verfasst von Esther am Juli 23

Momentan lese ich von jedem etwas. Gegen Ende des Julis werde ich noch einiges an Lektüre ins Rennen für das “Buch des Monats” werfen. (Warum wirft man eigentlich etwas ins Rennen ? Naja , werde dem mal nachgehen…)

Das Herz schlägt links” ist bis dato eine interessante Lektüre des, von mir sehr geschätzten, Politikers Oskar Lafontaine, die mich jedoch (noch) nicht vom Hocker wirft. Mal schauen… später mehr darüber

Autor, Kolumnist und (Ex-) Junkie Jörg Böckem erfreut mich derzeit akustisch mit seinem (Hör -) Buch ” Lass mich die Nacht überleben. Mein Leben als Journalist und Junkie “. Für mich, als selbst an Sucht erkrankte, ein Buch, das mir zwar oft ein mieses Gefühl in der Bauchgegend macht, aber : dieses Gefühl muss  immer mal wieder durchlebt und dann gedanklich verarbeitet werden, dabei ist das Buch sehr nützlich. Der Autor und ich sprechen da die selbe Sprache…

Extrem entzücken kann mich dann Marais “Wandlungen einer Ehe“. Ein Buch, welches mich von der ersten Zeile an zu entführen vermag und mir sehr viel geben kann. Die erste Hälfte ist leider schon vorbei… Werde noch ausführlich berichten!

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Das “bedrohte Wort” des Tages

Verfasst von Esther am Juli 23

Heute ist es :

 

Ladenschwengel

(abwertend für Lehrling, Ladenjunge)

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Zum 80. Geburtstag…

Verfasst von Esther am Juli 18

… Alles Gute! 

Heute, am 18.07.2007, feiert der in Sulzbach/Saar geborene Autor, Übersetzer und Lehrer Ludwig Harig seinen 80. Geburtstag! Salome gratuliert und möchte gleichzeitig den Autor nochmals ins Gedächtnis rufen.

Bekannt wurde er 1986 durch seinen autobiographischen Roman “Ordnung ist das ganze Leben“, dem zwei weitere Romane folgten “Weh dem, der aus der Reihe tanzt” und “Wer mit den Wölfen heult, wird Wolf”

Der vielfach ausgezeichnete Autor (unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis 1987) ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, 1993 verlieh ihm das saarländische Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Ehrenprofessur.

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Isabel Allende - Das Geisterhaus

Verfasst von Esther am Juli 18

Da schon zu genüge im Netz besprochen, hier nur eine Kurzrezension:

Klappentext:

Eine Familiensaga des 20. Jahrhunderts, in der die wechselhafte Geschichte des chilenischen Patriarchen Esteban Trueba und der Frauen seines Hauses erzählt wird.
Der Erfolg dieses Buches ist dem hinreißenden Erzähltemperament Isabel Allendes zu verdanken: Souverän, mit Phantasie und Witz, mit Zärtlichkeit und Ironie malt die Autorin das große, bunte Tableau einer Familie über vier Generationen hinweg.

Meine Meinung:

Ein Buch, das mich durch Himmel und Hölle geschickt hat.
Nach meinen anfänglichen Skrupeln hat “Das Geisterhaus” sich schließlich zu einem tollen Familienepos entwickelt. Die Geschichte der Familie Trueba mitzuverfolgen war sehr interessant und wie Isabel Allende diese Geschichte erzählt ist großartig. Besonders gefallen hat mir, das Allende viel Autobiographisches und Geschichtliches in die Geschichte eingeflochten hat, es macht den Roman sehr authentisch und ergreifend. Sie hat ja in der Tat - so weit ich bei Recherchen im Netz gelesen habe - die Frauen ihrer Familie als Vorlagen für ihre Figuren benutzt.
Die Personen im Roman sind also allesamt detailreich und lebendig beschrieben. Besonders Blanca hat es mir angetan, vielleicht weil ich mich selbst oft in der introvertierten, aber dennoch starken Frau wiederzuerkennen glaubte.

Eine “Schattenseite” gab es allerdings auch. Es ist ein stiller, anspruchsvoller Roman, wie ich finde. Er hatte schon auch einige Längen und kostete mich über einen Monat an Zeit, um ihn zu lesen. Also ein Buch, welches man in Ruhe genießen sollte. Leider habe ich derzeit einfach nicht die Zeit und Muse, um den Roman in vollem Umfang würdigen zu können. Ich werde ihn sicher zu gegebener Zeit gerne nochmals lesen!

Noch kurz ein Wort zu meiner Ausgabe: Ich kann bei Büchern klein und eng gedruckte, vollgestopfte Seiten überhaupt nicht leiden. Meine Ausgabe ist leider eine solche. Das hat mir das Lesevergnügen geschmälert.

Meine Bewertung:


Originaltitel: La casa de los espiritus
Taschenbuch, 503 Seiten
Verlag: Suhrkamp (1989)
ISBN-10: 3518381768

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Zum Thema Rebiya Kadeer…

Verfasst von Esther am Juli 16

HIER noch ein Link zu einem Interview mit Rebiya Kadeer in 3Sat.

Dort kann man einige Ergänzungen um Buch und auch erste Eindrücke über die Menschenrechtslage heute finden. Schaut mal rein!

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Das “bedrohte Wort” des Tages

Verfasst von Esther am Juli 15

Heute ist es :

Heiermann

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