
Perecs Kinderzeit war geprägt durch die deutsche Besetzung Frankreichs.
Georges Perec wurde in einem Arbeiterviertel in Paris als einziger Sohn von Icek Judko und Cyrla (Schulewitz) Peretz geboren. Sie waren polnische Juden, die in den zwanziger Jahren nach Frankreich kamen. Perecs Vater schrieb sich zum zweiten Weltkrieg in die französische Armee ein und starb während des Kriegs 1940 an seinen Verletzungen. Georges Mutter verschwand während des Holocausts, vermutlich wurde sie nach Auschwitz gebracht. George wurde 1942 von seinem Onkel und seiner Tante aufgenommen, die ihn dann 1945 offiziell adoptierten.
Er begann während seines Studiums der Geschichte und Soziologie an der Université de Sorbonne damit, Artikel und Berichte für die „Nouvelle Revue Francaise“ und „Les Lettres Nouvelles“ zu schreiben.
1958-59 diente Perec in der Armee. Nach seiner Entlassung heiratete er Paulette Petras. Sie lebten zusammen ein Jahr (1960-61) in Tunesien, wo Paulette als Lehrerin arbeitete.
1961 arbeitete Perec als Archivar im Neurophysiological Research Laboratory des Krankenhauses Hôpital Saint-Antoine, eine schlecht bezahlte Stelle, die er aber bis 1978 beibehielt.
Es wird spekuliert, dass das tägliche Hantieren mit Aufzeichnungen und abgeänderten Datensätzen einen Einfluss auf seinen Schreibstil gehabt haben könnte. Ein anderer großer Einfluss war die Mitgliedschaft in der Gruppe Oulipo, einem Kreis von Autoren, die ihre Werke formalen Zwängen unterwarfen, wie zum Beispiel dem Verzicht auf bestimmte Buchstaben (siehe Lipogramm), der er 1967 beitrat. Dort traf er unter anderem Raymond Queneau, dem er sein Meisterwerk „La Vie mode d’emploi“ widmete.
Perec arbeitete in den späten 60ern an einer Reihe von Hörspielen für das Radio, zusammen mit seinem Übersetzer Eugen Helmlé und dem Musiker Philippe Drogoz. Weniger als ein Jahrzehnt später begann er, Filme zu drehen. Sein erster Film, basierend auf seinem Roman „Un Homme qui dort“, gewann 1974 den Prix Jean Vigo.
„La vie mode d’emploi“ brachte ihm 1978 den erhofften finanziellen Erfolg und verschaffte ihm die nötige Berühmtheit, so dass er sich von diesem Zeitpunkt an ganz seinem Schriftstellertum widmen konnte. Das Werk gewann den Prix Médicis. Perec arbeitete 1981 an der University of Queensland in Australien. Dort arbeitete er an seinem letzten und leider unfertigen Werk „53 Jours“ (53 Tage).
Kurz nach seiner Rückkehr aus Australien verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Die Ärzte diagnostizierten Lungenkrebs. Georges Perec starb 1982 im Alter von 45 Jahren.
Quelle: Wikipedia

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