SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Weblog-Archiv für 2. Juni 2007

Jane Austen – Stolz und Vorurteil

Verfasst von Esther am Juni 2

Klappentext:


Aus dem Englischen von Andrea Ott. Mit einem Nachwort von Elfi Bettinger. Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Lande, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. So schlägt sie den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers aus. Neue Hoffnungen schöpft die Familie, als der attraktive Gutsbesitzer Darcy, ein Junggeselle aus besten Kreisen, im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Zurückhaltung wird ihm als Standesdünkel ausgelegt. Auch Elizabeth lässt sich vom äußeren Anschein täuschen. Erst als sie ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz abzulegen lernt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen. In ihrem zweiten und populärsten Roman, 1813 erschienen, zeichnet Jane Austen Figuren von unübertroffener Lebendigkeit.

Meine Meinung:

Schon wieder ein wundervolles Buch!
Zwar das ganze Gegenteil von Emily Brontes „Sturmhöhe“, aber fast ein ebensolches Meisterwerk.
Es gibt eigentlich nur wundervoll gezeichnete Charaktere, die Zeit ist gut portraitiert und auch die Story ist gut konstruiert. Man möchte nichts lieber, als bei den Bennets ein paar nette Wochen auf dem Lande zu verleben.
Ich muss wohl nicht betonen, wie gerne ich im Verlauf des Lesens Mrs.Darcy geworden wäre.
Dieses Buch ist zurecht ein Klassiker!

Meine Bewertung:

ISBN: 3423123508
Übersetzt von Helga Schulz
DTV Deutscher Taschenbuch
Juli 1997 – kartoniert – 452 Seiten
dtv – Taschenbücher

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Mitch Albom – Dienstags bei Morrie

Verfasst von Esther am Juni 2

Klappentext:

Der Soziologieprofessor Morrie Schwartz erfährt, dass er höchstens noch zwei Jahre zu leben hat. Die Diagnose, eine schwere Erkrankung des Nervensystems, lässt keine Hoffnung auf Heilung. Statt darüber zu verzweifeln und sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, macht Morrie es sich zur Aufgabe, seine letzten Monate so sinnvoll und produktiv wie möglich zu verbringen. Während er den schleichenden Verfall seines Körpers erlebt, sprüht sein Geist vor Ideen. Sein Leben war immer vom Mitgefühl für andere bestimmt, und auch jetzt möchte er andere Menschen an seiner Erfahrung Teil haben lassen: an seiner Lebenserfahrung ebenso wie an der Erfahrung, dem Tod entgegen zu gehen, die ihn viele neue Einsichten über das Leben gewinnen lässt. Den Kontakt zu seinem Lieblingsprofessor hatte der erfolgreiche Sportjournalist Mitch Albom eigentlich aufrecht erhalten wollen. Sechzehn Jahre nach seinem Collegeabschluss erfährt er durch Zufall von Morries schwerer Krankheit und stattet dem alten Herrn einen Besuch ab. Ein Pflichttermin in dem prall gefüllten Kalender des Journalisten, der im Laufe der Zeit seine Träume gegen ein gut bezahltes Leben im fünften Gang eingetauscht hatte. Mitch verlässt das Haus tief beeindruckt von der Gelassenheit, ja sogar Heiterkeit, mit der Morrie seine Krankheit erlebt und seinem Tod entgegensieht dieser feiert zum Beispiel seine Beerdigung zu Lebzeiten, um die Trauer und die ihm gebührende Anerkennung persönlich zu erfahren.Durch einen Streik an seiner Arbeit gehindert und zum Nachdenken gebracht, macht sich Mitch ein zweites Mal und schließlich regelmäßig jeden Dienstag auf den Weg zu seinem wiedergefundenen Professor. So beginnt der letzte gemeinsame Kurs. Die Gesprächsthemen zwischen Lehrer und Schüler berühren die fundamentalen Fragen unseres Daseins: Es geht um das Leben und seinen Sinn, das Sterben, die Liebe, den Erfolg, Gefühle wie Reue und Selbstmitleid, Familie, das Älterwerden …
Meine Meinung:

„Dienstags bei Morrie“ hat mich auf dem falschen Fuß erwischt und faktisch umgehauen. Ich war wie paralysiert, habe geheult, musste erstmal alles sacken lassen. Ich bin scheinbar sehr sensibel für diese Thematik. Nun kann ich sagen, dass ich dieses Buch wunderbar finde. Die Thematik des Sterbens wurde den Leser einfach intensiv nahe bebracht, ohne ihn zu ängstigen. Man wird selbst zu einem der „Dienstagsleute“, einem von Morries letzten Studenten. Wie positiv und offensiv Morrie mit seinem Sterben umgeht ist bewunderswert und, wie ich finde, ohne Pathos oder Kitsch. Auf jeden Fall hat es mich bereichert und viele Denkansätze und alternative Betrachtungsweisen geliefert,die mich sicher noch lange beschäftigen werden.

Meine Bewertung:


ISBN: 3442451752
Übersetzt von Angelika Bardeleben
Goldmann Wilhelm GmbH
März 2002 – kartoniert – 217 Seiten
Die Lehre eines Lebens.
Originaltitel: Tuesdays with Morrie.
Goldmanns Taschenbücher

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Véronique Olmi – Eine so schöne Zukunft

Verfasst von Esther am Juni 2

Véronique Olmis dritter Roman “ Eine so schöne Zukunft“ erzählt zunächst einmal die Geschichte zweier Paare, beide aus der Pariser Theaterszene, beide in Lebens – bzw. Beziehungskrisen; jeder dieser vier Menschen steht an einem Scheidepunkt.
Die Autorin stellt diese vier Charaktere zunächst kurz, präzise, mit einem scharfem Blick für das eigentlich Wesentliche vor, lässt uns einen Blick in ihre (Ab -) Gründe erhaschen.

Schließlich, an einem dieser typischen Premierenabende im Theater lernen sich beide Paare kennen. Insbesondere die beiden Frauen verbindet bald eine innige Freundschaft.Elisabeth und Clara, zwei grundverschiedene Frauen, treffen gemeinsam weitreichende ihr Leben betreffende Entscheidungen, helfen sich durch schwere Zeiten, sie ergänzen sich.
Elisabeth ist seit der Geburt ihrer Töchter ohne Engagements, sie sehnt sich nach ihrem Beruf, und nach der Zärtlichkeit und dem Respekt ihres Ehemannes. Der hat jedoch schon seit einigen Jahren ein Verhältnis und sieht Elisabeth nur noch als funktionierende Hausfrau und Mutter seiner Kinder, er nimmt sie weder ernst, noch nimmt er sie überhaupt wahr. Clara, eine wunderschöne, begehrenswerte Schauspielerin in ihrer Blüte, führt eine lieblose Beziehung zu einem Mann, den sie eigentlich nur benutzt, um überhaupt eine Konstante in ihrem Leben zu haben, ein wenig Wärme. Sie ist innerlich tot, leidet unter ihrer unglücklichen Kindheit, unter der Oberflächlichkeit ihres Umfeldes, die ihr immer mehr bewusst wird. Natürlich werden auch die Geschichten der beiden Männer eindrucksvoll geschildert, so dass das Bild komplettiert wird.

Mit diesem Roman ist Véronique Olmi wieder ein fantastischer Roman gelungen. Sie spielt mit Klischees und beherrscht Untertöne, die sie mit ihrer wieder einmal beeindruckenden Sprachkunst zum Ausdruck bringt. In einigen Rezensionen wurde ihr diese Tatsache, als Zuwendung zum typischen Frauen- Schicksalsroman ausgelegt. Beschäftigt man sich jedoch wirklich eingehend mit ihrer Geschichte, bemerkt man schnell die Vielschichtigkeit und Tiefe.

Fazit:

Eine berührende, schöne Geschichte, zu deren Lektüre ich nur raten kann.

Meine Bewertung:

ISBN: 3442733936
Übersetzt von Claudia Steinitz
Btb
August 2006 – kartoniert – 190 Seiten
Originaltitel: Un si bel avenir.
‘Besondere Taschenbuch’.

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Emily Brontë – Die Sturmhöhe

Verfasst von Esther am Juni 2

Original Blogpost vom 26.08.2006

Kurzbeschreibung :

Handlungsorte des Romans, der die Geschichte zweier Familien über zwei Generationen erzählt, sind die ländlichen Besitztümer Wuthering Heights und Thrushcross Grange. Das Findelkind Heathcliff ist durch eine tiefe Seelenverwandtschaft mit Catherine, der Tochter des Ziehvaters Mr. Earnshaw, verbunden.
Doch Catherine heiratet den Gentleman Edgar Linton. Nachdem Heathcliff unter mysteriösen Umständen reich geworden ist, nimmt er Rache an Linton und Catherines Bruder Hindley, der ihn in seiner Jugend zum Außenseiter degradiert hat. Nach Catherines frühem Tod wird Heathcliff in seinen Träumen von ihrem Geist heimgesucht…

Meine Meinung:
Ich kann sehr gut verstehen, dass dieses Buch im 19. Jahrhundert für Aufregung gesorgt hat,es ist schon sehr außergewöhnlich für diese Zeit.
Der Roman ist voller düsterer Romantik und gefährlicher Leidenschaft.
Man blickt in die Abgründe der menschlichen Psyche, gesellschaftliche Konventionen dieser Zeit werden ad absurdum geführt.
Das war sehr mutig und vor allem auch sehr wichtig, denn Emily Brontë hat mich diesem Werk sicher einen Meilenstein der Literatur erschaffen.

Da ich zuvor Jane Austen gelesen habe, kann ich nur sagen,der Unterschied könnte kein grösserer sein.
Die Erzählperspektiven sind sehr effektvoll eingesetzt und machen das Buch dadurch sehr kurzweilig. Brontë bewahrt, mit ihrem Schreibstil, zu den Protagonisten immer eine gewisse Distanz, die man auch benötigt, um das Geschehen richtig begreifen zu können.
Die Charaktere sind sicher keine Helden,oder Sympathieträger, diese werden auch zum Storyline gar nicht benötigt, wären fast schon störend.
Ich fand sie sehr tiefgründig und umfassend beschrieben, niemals eindimensional.
Es wird sehr spannend beschrieben, wie Heathcliff durch seinen Lebensweg in der Kindheit zum Tyrannen, der übelsten Sorte, wird.
Catherine Earnshaw ist die einzige Person,die einen Zugang zu seinen Gefühlen hat, und sie nutzt es sicher nicht immer zu seinem Besten.
Sie ist selbst ein völlig widersprüchliches Wesen. Dieses Gemisch ist hochexplosiv und so kann es nur fatal mit den beiden enden…

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, ich habe jede Seite genossen. Für mich ein Meisterwerk!

Tante Edit:

Ich habe es wirklich selten erlebt, dass ein Roman so nachwirkt wie dieser. Ständig habe ich Heathcliff und Cathy vor Augen. Die Romantik und Tragik der Geschichte wird immer deutlicher und intensiver, je mehr ich darüber nachdenke.
Ich glaube ich bin besessen..

Meine Bewertung:

 

Originaltitel: Wuthering Heights
ISBN: 3538054096
Übersetzt von Michaela Meßner
Artemis & Winkler Verlag
September 2000 – gebunden -
502 Seiten

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Bester Bücherblog der Welt eröffnet…

Verfasst von Esther am Juni 2

Nun ist es endlich so weit… Der beste Bücherblog der Welt „Salomes Bücher“ ist

eröffnet. ;)

In diesem Blog werde ich mich mit Themen rund um das Buch beschäftigen,

meine Bücher rezensieren und sonstiges Geplauder zum Besten geben.

Also dann: Auf gutes Gelingen!

Grüße von

Salome

 

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