SALOMES BÜCHER

Leben und Lesen gegen den Strom

Die Nichte der Marquise - Daria Charon

Verfasst von Esther am Mai 17

Welch angenehme Überraschung!


Daria Charons Die Nichte der Marquise ist ein historischer, erotischer Roman von überraschend hoher Qualität. Ich glaube ich habe das Buch in 36 Stunden ohne, oder mit wenigen, Pausen durchgelesen. Das ist bei mir schon eine Seltenheit.

Zunächst jedoch zum Inhalt:

In der französischen Provinz zur Zeit von Ludwig XIV lebt die Bauerstochter Marie in ärmlichen Verhältnissen. Das Mädchen träumt davon diesem kargen Leben zu entkommen. Bald ergibt sich eine Gelegenheit: Die schöne Marie wird von einer Kupplerin, der Marquise de Solange entdeckt und unter dem Vorwand eine Anstellung als Zimmermädchen zu bekommen nach Paris gelockt. Im Haus der Marquise wird Marie dann mit den wahren Plänen für ihre Zukunft konfrontiert. Sie soll als Gespielin für Herren in gehobene Adelskreisen vermittelt werden. Marie entscheidet sich für ein solches Leben, nie wieder will sie in die Armut zurück aus der sie gekommen ist.

Marie ist mit einer natürlichen erotischen Anziehungskraft ausgestattet und schafft es kurz nach ihrer Einführung in die Gesellschaft des Versailler Hofs die Gunst des Königs selbst zu erlangen. Sie wird seine Geliebte und träumt vom Aufstieg zur seiner ersten Mätresse, doch natürlich kommt es erstens anders und zweitens als sie denkt…

Ich bin von diesem Roman ehrlich gesagt begeistert. Zum einen hat Daria Charon einen sehr passablen historischen Roman geschrieben, zum anderen schafft sie ein Feuerwerk an Erotik zu zünden. Die Temperaturskala der erotischen Handlung reicht von den kalten höfischen Orgien, über liebevolle Kuschelwärme, bis zu brennend heißem Sex.
Ich konnte meine Augen von diesem Buch einfach nicht mehr abwenden, nicht nur wegen der gelungenen Sexszenen, sondern auch wegen der Spannung in Maries Lebenslauf. Schnell hatte ich sie ins Herz geschlossen, ebenso Tristan, der später eine große Rolle in Maries Leben spielt. So war es denn eben auch nicht verwunderlich, dass das Schicksal der beiden mich gefesselt hat.
Eine tolle Schreibe sei Charon eindeutig zugestanden, sie versteht es den Leser bis zum Ende am Ball zu halten.

Eine sehr befriedigende Lektüre in jeder Beziehung! Toll! Das nächste Buch ist schon geordert… :mrgreen:
Meine Bewertung daher:

ISBN: 3404158229
Februar 2008 - kartoniert - 300 Seiten
Bastei - Lübbe Taschenbücher
6,95 €

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Robin Schone - Im Zauber der Verführung

Verfasst von Esther am Mai 16

Bei dem Buch ” Im Zauber der Verführung” handelt es sich um einen erotischen Liebesroman von der - Zitat Verlag - Meisterin erotischer Liebesromane. Das ist schon allerhand, die Meisterin. Die wollte ich dann doch kennenlernen und habe mir einen Roman der Autorin besorgt. Natürlich war ich auch ein bisschen spitz *g* und habe auf einen vergnüglichen Leseabend gehofft…

Der Inhalt laut Klappe:

Anne Aimes ist sechsunddreißig und hat alles, was ihr Herz begehrt. Nur auf eines musste sie bislang verzichten: die Liebe eines Mannes. Michel des Anges genießt einen Ruf als Liebhaber, der weiß, was Frauen wünschen. Doch mit Geld kann Anne weder den Reichtum leidenschaftlicher Nächte bezahlen noch Michels Herz erobern, das sich ihr öffnet, voller Hoffnung auf ein Glück jenseits der dunklen Schatten, die ihn verfolgen.

Der Anfang, sprich das Vorwort der Autorin war schon vielversprechend. Sie stellt sich als Autorin dar voll allerbester Intentionen. So ist ihr beispielsweise die Freiheit der weiblichen Sexualität ein Anliegen, ebenfalls widmet Robin Schone ihr Buch Organisationen, die sich gegen Genitalverstümmelung bei Frauen engagieren und Organisationen für Frauengesundheit…. Ebenfalls interessant ihr Bericht über die Recherchen zu ihrem Buch, bezüglich männlicher Prostitution Ende des 19. Jahrhunderts.

So weit, so gut.Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Roman:
Dieser beginnt sehr erotisch und anregend, erscheint auch sehr schön formuliert, der Stil ist ansprechend. Eine Jungfrau Mitte 30, reiche Erbin und ihr Lebtag einsam, beschließt einmal in ihrem Leben die Wonnen des Fickens Beischlafs zu erfahren. Hierfür wendet sie sich, da liquide genug, an den Mann schlechthin für solche Fälle, den berühmten Michel des Anges, seines Zeichens: Hengst. Natürlich hat Michel auch ein Geheimnis und schwebt in höchster Gefahr. Die Story ist relativ gut und spannend aufgebaut, auch bis zum Ende. Allerdings allerschlimmste Defizite entpuppen sich dann beim Weiterlesen im sprachlichen Bereich. Für mich eines der schlimmsten Fauxpas` in diesem Bereich ist die Wiederholung. 100 Mal : “Sie war nun mal eine alternde Jungfer”, 100 Mal “Sie spürte das Pochen zwischen ihren Beinen”, 100 Mal “der Mann würde ihn bald töten”….. Unerträglich! Einige andere nette Schlimmitäten:

- Die Protagonisten denken nur an Orgasmen, egal in welcher Situation, ob beim Sterben, oder beim Schlafen, während der Flucht vorm Feind etc…

- Michel des Anges ist der Oberhengst. Er kann jeder Frau 100 Orgasmen in einer Nacht verschaffen, kennt jede Spielweise - eine Offenbarung der Mann! Wo gibt es den? Hat jemand die Telefonnummer?

- Die Protagonisten wird lebendig begraben und vom Protagonisten befreit. Sie ist in völliger Panik, um sie zu beruhigen schiebt der Protagonist der Protagonistin erstmal eine Schokobanane in ihr Schatzkästchen… Na, wenn das nicht der Bringer ist. Also ich mach das in stressigen Situationen ja fast immer…

Fazit: Nette Story mit enormen sprachlichen Defiziten. Also wenn das die Meisterin ist bin ich die Göttin der erotischen Liebesromane…

Meine Bewertung:

ISBN: 3548266525
Übersetzt von Elisabeth Schulte-Randt
Ullstein Taschenbuchvlg.
Februar   2007 - kartoniert - 415 Seiten
Originaltitel: The Lover

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Rebecca Brandewyne - Upon a moondark moor

Verfasst von Esther am Mai 16

Und wieder mal ein historischer Liebesroman. Dieser hier von Rebecca Brandewyne ist sogar eigentlich ein sehr unterhaltsamer. In Deutschland ist der Roman unter dem Namen “In mondheller Nacht” bei Goldmann erschienen.

Inhalt (Klappe) :

Die sturmumtoste Steilküste von Cornwall, 1810: Als die bildhübsche Adlige Maggie Chandler ihrem geheimnisumwitterten “Zigeunercousin” Draco begegnet, gerät ihr Leben gehörig durcheinander. Denn in einer mondhellen Nacht im Moor verliert sie nicht nur all ihre Illusionen sondern auch ihr stolzes Herz …Eine stürmisch-romantische Liebesgeschichte an Cornwalls rauer Küste.

Na? Wer hat so eine Ahnung was dieser Roman ist?…

Auflösung: Eine LR-Verwurstung meines allerliebsten Lieblingsromans “Wuthering Heights” von Emily Bronte!
Die Geschichte ist beinahe identisch, nur die Namen wurden von der Autorin dann doch netter Weise noch geändert und natürlich gibt es ein Happy-end (Emily dreht sich sicher im Grabe um)…. Heathcliff heißt hier Draco, Wuthering Heights wurde zu Stormswept Heights (wie kreativ), es tauchen die Lintons und Earnshaw auf, eigentlich fast alle Figuren und Orte. Der Form halber wurden ein paar Dinge natürlich hinzugefügt…

An sich ein nett geschriebener Liebesroman, aber mit Plagiaten kann ich nunmal gar nichts anfangen. Sich mit der Kreativität anderer zu bereichern finde ich mehr als ungerecht und armselig.

Daher meine Bewertung:

Publisher: Warner Books 1988

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Hummelnest im Kopf

Verfasst von Esther am Mai 9

Im Moment gelingt es mir einfach nicht mich auf ein ernsthaftes Buch einzulassen. Wahrscheinlich hatte ich einfach zu viel des Guten in der letzten Zeit, denn die Gedanken schwärmen derzeit aus, überall hin, nur nicht auf die Buchseiten vor mir. Frühling eben!… Einzig die Nackenbeisser vor dem Schlafengehen sind noch möglich, allerdings lohnt es sich meist kaum darüber Rezensionen zu schreiben.
Ich verlasse mich aber auf den Lauf der Natur, der mich mit Sicherheit zurück zu dem schönen Büchern des Lebens führen wird, und genieße mein literarisches Lotterleben.

Mein Hummelnest, sprich meinen Kopf, zieht es derzeit eher zur Musik, die ich durch das Lesen auch etwas vernachlässigt habe. Also mache ich zuhause entweder Mini-Feten mit meinen Jungs, oder packe meinen Kopfhörer aus und höre all die schönen CDs die schon angestaubt waren. Ich freue mich auch schon sehr endlich mal wieder ohne Kinder auf das Zita-Rock-Festival in Berlin gehen zu können. Halleluja! Das ich das noch erleben darf… *g*


Zita-Rock Festival 2008

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Die Liebe des Highlanders - Karen Marie Moning

Verfasst von Esther am Mai 2

Was will frau mehr?…

Kurz zum Inhalt: (ja den gibt es) ;)

Gwen Cassidy, 25 Jahre alt und Versicherungsangestellte aus New Mexico, unternimmt eine Bustour durch Schottland, um ihrer Einsamkeit zu entfliehen. Während eines Spaziergangs in den Bergen fällt sie plötzlich in eine Felsspalte - und landet direkt auf einem schlafenden Mann. Eine ungewöhnliche Begegnung, in mehrfacher Hinsicht, denn der Fremde behauptet, Drustan MacKeltar zu sein, ein schottischer Edler des 16. Jahrhunderts, den es mittels magischer Kräfte in die Zukunft verschlagen hat. Gwen hält den Mann für einen Irren, ist aber fasziniert von seiner Ausstrahlung und verliebt sich schließlich in Drustan. Sie folgt ihm zurück in seine Welt - doch kriegerische Zeiten, Heimtücke und Verrat warten auf die beiden und Gwen benötigt all ihren Mut und ihren Glauben an die Liebe, um die Gefahren zu überstehen.

Ein Schmachtfetzen par excellence. Karin Marie Moning hat denke ich ziemlich gut durchschaut, wie viele Frauen ticken. Sie riecht förmlich was frau an Sehnsüchten in ihr Kissen schwitzt und bringt das zu Papier. Zumindest ich habe es genossen mich mit Gwen in die Arme des starken Highlanders fallen zu lassen.
Frau kann ja auch nicht immer nur stupide Männer - Pornos glotzen…

Erstaunlicher Weise gab es in diesem Roman sogar eine spannende Rahmenhandlung und ich musste auch des öfteren laut vor mich hin lachen, der witzigen Dialoge wegen. Insgesamt also ein erotischer, witziger und herzerwärmender Roman, den man durchaus lesen kann.

Meine Bewertung:

ISBN: 3548256856
Ullstein Taschenbuchvlg.
Juli      2003 - kartoniert - 444 Seiten
'Ullstein - Bücher, Allgemeine Reihe'.

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Biographie Philippe Grimbert

Verfasst von Esther am Mai 2

Als Psychoanalytiker arbeitete Philippe Grimbert in öffentlichen Einrichtungen, mit psychotischen und autistischen Kindern, und auch im privaten Sektor. Er begeistert sich für Musik.

Er veröffentlichte drei Essays :
‘Psychanalyste de la chanson ‘ (1996, “Psychoanalyse des Chansons”),
‘Pas de fumée sans Freud’ (1999, “Kein Rauch ohne Freud”), und
‘Chantons sous la psy’ (2002,”Singen wir in der Psychoanalyse”).

Er ist ebenso Autor zweier Romane, ‘La Petite Robe de Paul ‘ (2001) und ‘Un secret ‘ (”Ein Geheimnis”, 2004). Letzterer enthüllt die Geheimnisse, die Grimberts eigene Eltern über seine Familie verborgen hatten. 2004 wurde er durch den “Prix Goncourt des lycéens” und 2005 durch den Preis der Leserinnen der Zeitschrift “Elle” ausgezeichnet. Claude Miller war inspirtiert durch diesen Roman von Philippe Grimbert und drehte im Jahre 2007 den Film ‘Un secret’ (”Ein Geheimnis”) mit Ludivine Sagnier , Patrick Bruel , Cécile de France und Julie Depardieu .

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Back in Black

Verfasst von Esther am April 29

Jaja, die gute alte Salome ist wieder da. Hypomanisch, voll auf Johanniskraut und dadurch momentan bestens gelaunt! :D

Zwei Vampirschnulzennackenbeisser habe ich in der Zwischenzeit gelesen und zwar von Christine Feehan “Mein Dunkler Prinz ” und ” Der Fürst der Nacht ” und die waren extrem schlecht. Also ich bin völlig unbefriedigt und enttäuscht von dem Schmonz, und das obwohl ich mit sehr wenigen Erwartungen herangegangen bin. Eine Rezi zu den Büchern werde ich mir sparen, möchte aber trotzdem alle warnen, die gerne mal mit einem netten Trivialroman abschalten möchten. Diese Autorin ist unterste Kajüte. 100 fache Wiederholungen machen das Lesen unerträglich.
So nun werde ich mich meiner Moning-”Die Liebe des Highlanders”-Schnulze widmen, die mich aber sowas von befriedigt… :mrgreen:

Bis in Bälde Eure
Salome

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Philippe Grimbert - Ein Geheimnis

Verfasst von Esther am April 21

(K)ein Geheimnis …

…, dass Phillippe Grimberts Roman einer besten Romane ist, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Buch ist das Portrait eines außergewöhnlichen Jungen, in einer schwierigen Zeit.

1948 in einer jüdischen Familie geboren muss er mit dem schrecklichen Erbe der Nazizeit leben lernen. Der Sohn zweier olympiareifer Athleten ist kränklich und schwach, er erhält kaum Zuwendung und Anerkennung, wird eher als Strafe und Prüfung, denn als Segen von seinen Eltern betrachtet. Der Junge sieht seine Eltern als geliebte Statuen, für ihn unerreichbar, hart, perfekt. So sehr er sich auch bemüht mit hervorragenden schulischen Leistungen zu brillieren, er kann seine Eltern nicht beeindrucken. Der Junge fühlt und ahnt, dass etwas in der Familie nicht stimmt und irgendwann lüftet sich auch das Geheimnis.

Die Autobiographie des Autors ist inhaltlich beeindruckend und spannend zu lesen. Die Personen sind lebhaft beschrieben, das Seelenleben des jungen Erzählers liegt offen vor einem. Es ist sehr kunstvoll, wie Grimbert Dinge ins Bewußtsein des Lesers bringt und dabei zu seinem eigenen Leben dennoch die notwendige Erzählerische Distanz einhält. Der Stil und die Form des Buchs sprechen mich sehr an, denn ich mag diesen fast lyrischen Aufbau, der ja in vielen kleinen französischen Novellen zu finden ist. Jeder Abschnitt ist für mich quasi wie ein eigenes Gedicht, sehr schön, wenn auch oft atmospärisch düster und beklemmend.

Am Ende war ich zwar in Tränen aufgelöst, aber hingerissen von diesem wertvollen Stück Literatur.

Daher keine Frage, dieses Buch verdient mindestens:

ISBN: 3518459201
Übersetzt von Holger Fock, Sabine Müller
Suhrkamp Verlag KG
Februar 2008 - kartoniert - 154 Seiten
Originaltitel: Un secret, 2004.
Suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe 

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Kathleen E. Woodiwiss - Wie eine Rose im Winter

Verfasst von Esther am April 16

Solider Nackenbeisser

Ach ja, wie schön kann es manchmal sein sich auf den Wogen von Friede, Freude und Eierkuchen davontragen zu lassen…
Und für diesen Zweck war der Roman von Kathleen E. Woodiwiss bestens geeignet. Klare Story (so klar, dass sie schon am Anfang vorhersehbar bis zum Schluss ist), Männerklischees (starke, zynische, aber innerlich sooo romantische Männlein), Weiberklischees ( jungfräuliche, naive, aber auch wilde Weiblein), heiße Küsse, böse Intrigen, dunkle Familiengeheimnisse, märchengleiche, etwas unlogische Handlungen… Einfach herrlich dämlich!
Eigentlich muss man ja nicht viel zur Story sagen aber ich tue es der Vollständigkeit halber:

Erienne Fleming ist die Tochter eines Witwers, Saufbold und Spielers. Sie lebt mit ihrem, seit einem Duell verkrüppelten, Bruder in des Vaters Haus. Da der Vater als hoch verschuldeter Spieler dringend Geld benötigt, hat er nur eines im Sinn: Seine Tochter möglichst gewinnbringend unter die Haube zu bringen.
Da die vom Vater angeschleppten Freier jedoch alle abgrundtief hässlich und alt sind lehnt Erienne sie alle ab.
Eines Tages jedoch erscheint ein vermeintlicher Freier, der Eriennes Wohlgefallen erweckt. Dieser entpuppt sich allerdings nicht als solcher, sondern als der böse Mann, der ihren Bruder in dem Duell verletzte, also als ein Feind der Familie, der nur zufällig im Haus war, um Schulden bei dem Vater einzutreiben. Als Erienne dessen gewahr wird ist sie entsetzt und wütend, aber leider schon verliebt.
Da eine Ehe mit dem schönen Christopher Seton, dem Feind der Familie, nicht in Frage kommt und die Schulden enorm auf dem Vater lasten, beschließt er seine Tochter meistbietend zu versteigern.
Erienne muss den missgestalteten Lord Saxton heiraten….

Na? Ich denke jeder weiß, wie es weitergeht? ;)

Wie eine Rose im Winter ist ein solider Liebesroman, der mir gerade recht kam und mich sehr aufgemuntert hat. Eine kurzweilige, unterhaltsam geschriebene Lektüre. Manchmal muss es eben einfach einfach sein…
In seinem Genre ein 4-Sterne-Buch, bei Salomes Büchern allerdings muss ich doch etwas abwägen, auch wenn ich bestens unterhalten wurde.

Meine Bewertung:

ISBN: 344255411X
Übersetzt von Juscha Zoeller
Goldmann Wilhelm
April 2005 - kartoniert - 638 Seiten
Originaltitel: A Rose in Winter.
Goldmanns Taschenbücher

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Sorry

Verfasst von Esther am April 7

Wegen eines persönlichen Tiefdruckgebiets mit extradicken, schwarzen Wolken über mir, bin ich derzeit etwas schreibgehemmt. Ich bitte mir das zu verzeihen… Verspreche mir und Euch, meinen geschätzten Lesern, aber, dass bald wieder bessre Zeiten kommen!!!!!!

Liebe Grüsse

Salome

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Dave Pelzer - Sie nannten mich “Es”

Verfasst von Esther am März 31

Alptraum Kindheit

Dave Pelzers autobiographisches Buch befasst sich mit den Erinnerungen des Autors an seine Kindheit. Diese wird beherrscht von dem absolutem Horror.
Dave ist einer von drei Söhnen der Bilderbuchfamilie Pelzer. Seine Eltern liebt er abgöttisch, das Glück ist perfekt. Dann allerdings ändern sich die Umstände rigoros. Aus der Bilderbuchfamilie wird der fleischgewordene Kinderalptraum. Die Schilderungen lassen den Leser fassungslos zurück, schlimmer geht es wirklich nicht mehr. Seine Mutter hasst ihn. Er wird zum Sklaven der Familie, mit Gaskammerspielchen gefoltert, muss Spülmittel schlucken und stundenlang in der eiskalten Badewanne liegen.

Natürlich hat Pelzer mit einer solchen Vergangenheit das Mitgefühl und die Sympathien voll auf seiner Seite. Wie könnte es auch anders sein. Auch ich war fassungslos. Oft habe ich gedacht, es ist einfach zu viel, dass das nicht mehr wirklich real sein sein. Wie kann eine verätzte Lunge, verätzte Zunge, ständig wieder blutende, eiternde Stichwunden, von der Schule unbemerkt bleiben ? Schwer zu glauben, aber theoretisch durchaus denkbar.

Leider kann man das Buch an sich, trotz allem Mitgefühl, dann allerdings doch nur als mittelmäßig bewerten. Es fehlt einfach zu viel.
Der Hintergrund der Misshandlungen wird in keiner Form erwähnt, er bleibt komplett im dunkeln. So hat man zwei Kapitel lang die Beschreibung einer Bilderbuchfamilie, im dritten Kapitel kommentarlos dann die Horrorfamilie. Was ist geschehen? Warum trinken beide pötzlich? Warum hasst die Mutter plötzlich ihren Sohn Dave ? Warum nicht die anderen Kinder? Warum wird niemand auf ein stinkendes, verlottertes, verletztes Kind aufmerksam? Diese Fragen hätten unbedingt behandelt werden müssen! So bleibt am Ende nur Unverständnis und Unglaube. Statt Fakten gibt es dann ein pathetisches Ende und ein Nachwort, das eine Lobeshymne auf Amerika und die Air Force ist. Scheinbar hat Pelzer den Krieg zuhause nur gegen Desert Storm im Irak-Krieg ausgetauscht. Was solls, ist ja für das Gute an sich, sprich: Amerika ! Er behauptet weiter, dass nur in Amerika ein misshandeltes Kind die Chance hätte vom Verlierer zum Sieger (Bestsellerautor) aufzusteigen. Das kann man nun wirklich nicht so stehen lassen. Auch ist mir sein Mitgefühl für misshandelte Kinder im Nachwort zu sehr auf Amerika beschränkt. Als Patriot dient er auch heute noch seinem Land, jetzt in dem er amerikanischen Kindern hilft. Diese Denkungsart ist mir etwas befremdlich. Lobenswert ist dieser Wechsel von Desert Storm (wie viele Kinder mögen wohl dabei gestorben sein?) zum Helfer misshandelter Kinder natürlich alle mal.

Es war interessant und unglaublich zu lesen, wie eine Kindheit sein kann. Ohne Fundamente kann man jedoch kein Haus bauen. Zu viel schwebt in diesem Buch in der Luft und kann sich so nicht halten.

Meine Bewertung:

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ISBN: 3442150558
Übersetzt von Ulrike Ziegra
Goldmann Wilhelm
Mai       2000 - kartoniert - 158 Seiten
Der Mut eines Kindes zu überleben.
Goldmanns Taschenbücher

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 6

Verfasst von Esther am März 31

Seite 600

Das Buch hat sich, wie ich es erwartet habe, um 180 Grad gedreht. Von der “langweiligen” Verwaltung der eroberten Gebiete im Kaukasus strafversetzt, steht der Offizier Aue nun in Stalingrad , lustiger Weise einiger vernünftiger Grundsätze und Überzeugungen wegen. Das Buch liest sich jetzt wie ein Krimi, jede Seite ist spannend und faszinierend, voller Bilder und inspirierender Gedanken und vor allem voller Horror. Spielt hier auch ein wenig Voyeurismus mit ? Das ist möglich. Ich sehe hin, verschlinge die grausamen Bilder und hoffe, dass sich mir der Sinn und Zweck solch eines Grauens endlich offenbart.
Ich gestehe auch, es hat mit am Anfang ein wenig Schadenfreude bereitet Aue in Stalingrader Kessel zu sehen. Allerdings hat sich das sehr schnell gegeben. Bislang war Aue oft weit entfernt vom Leser, ein fast langweiliger Intellektueller, ein höherer Beamter, ein Kopfmensch, zugegeben mit einigen dunklen Geheimnissen und einer zwielichtigen Vergangenheit. Nun sieht man ihn auf ein Minimum von Menschsein reduziert, seine Schale des Scheins platzt auf. In seinem Elend kommt man ihm näher und er wird greifbar. Aues Stalingrad erlebt man beim Lesen sehr nah, oft fast zu nah. Littell schont seine Leser nicht. Er zwingt sie quasi genau hinzusehen, es tut teilweise einfach nur noch weh.
Aues düstere Vergangenheit lichtet sich zusehends.
Littell, so viel kann ich jetzt schon sagen, ist ein absolut meisterhafter Autor.

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Lesetagebuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell - Teil 5

Verfasst von Esther am März 21

Seite 400

Ich krieche durch die Wüste, ab und zu eine kleine Oase, aber im Großen und Ganzen öde. So meine letzten Eindrücke. Es ist einfach seeeehr trocken hier, aber ich krieche weiter. Die kleinen Highlights sind sehr lesenswert und halten mich immer noch bei der Stange. Ein solches Highlight ist die Geschichte des alten jüdischen Gelehrten Nahum ben Ibrahim. Ich will es jetzt nicht im Detail wiedergeben, aber die Geschichte ist wundervoll, voller Weisheit. Zwischen diesen wundervollen Stellen liegt allerdings, wie schon erwähnt, zu viel gelehrtes Gerede (ist ja wie gesagt an sich nicht uninteressant, aber im Kontext anstrengend) und zu viel militärisches Insiderwissen (wo um Gottes Willen hat der Mann diese ganzen Inside-SS-Informationen her??? Das muss eine Höllenrecherche gewesen sein! Hut ab, absolut authentisch! ). Das ist sehr langatmig zu lesen, man brauch volle Konzentration, also definitiv nichts zum Wegschmökern.

Ertappte mich übrigens immer öfter dabei draußen ältere Männer im Geist in SS-Männer umzuwandeln. Inzwischen sogar Jüngere! Wäre er damals einer geworden? Mein ehemaliger ARGE-Bearbeiter wäre auf jeden Fall dabei gewesen… ;)

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Bye, Bye Amazonrezensionen!

Verfasst von Esther am März 21

Ich habe die Schnauze voll ! (Schöne Redensart übrigens…). Hiermit schwöre ich den Amazonrezensionen völlig ab! Nix wieder! Die Geldmacherei und leicht gemachte Manipulation von BOD-Autoren und kleinen Streber-Verlagen ist inzwischen einfach unerträglich. Ausgeklügelte Systeme aus Eigenrezensionen und Lieblingslisten mit 50 selbst erstellten Benutzerkonten gaukeln hochwertige Literatur vor, wo Schrott drinnen ist. Negativrezensionen können vom Autor mit den 50 Benutzerkonten praktischer Weise per “unzumutbar”- Button sofort entfernt werden und tauchen nicht mehr auf. Und jedes Mal mit Amazon in Kontakt zu treten, damit die Rezi wieder auftaucht ist mir zu blöd. Ich weiß meine Zeit besser zu nutzen. Traurig jedenfalls, wenn die Meinungsfreiheit so skandalös beschnitten wird! Auch für die Wirtschaft sollten demokratische Grundsätze gelten! Amazon muss Anmeldungen erschweren, Adressen und Identitäten überprüfen, sonst ist das ganze Bewertungssystem einfach nichts wert.

Das alles ist sehr schade, weil ich über Amazon in der Vergangenheit oft gute Lesetipps erhalten habe, aber scheinbar ist auch das nur noch Erinnerung…

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